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Hörverlust: Ursachen und Arten von Schwerhörigkeit

Weltweit sind mehr als 600 Millionen Menschen von einem Hörverlust betroffen. Ein Hörverlust kann durch viele verschiedene Ursachen hervorgerufen werden. Neben diversen Stressfaktoren im Privat- und Berufsleben kann ein Verlust des Hörvermögens auch angeboren sein oder erst im fortgeschrittenen Alter entstehen.

Neben einer zu starken Schalleinwirkung, einer (Mittelohr-)Infektion oder einer Verletzung gelten auch Vergiftungen und die Vererbung als möglicher Auslöser für einen Hörverlust. Desweiteren unterscheidet man heutzutage zwischen insgesamt vier verschiedenen Arten von Hörverlust: Schallleitungsschwerhörigkeit (konduktiver Hörverlust), ein sensorineuraler Hörverlust, der Kombinierte Hörverlust und eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung. Wir stellen diese Hörverlust-Arten und die möglichen Ursachen in dem folgenden Artikel ausführlich vor und zeigen, welche Behandlungsmöglichkeiten es derzeit dazu gibt.

1. Die Schallleitungsschwerhörigkeit (auch konduktiver Hörverlust)

Bei der Schallleitungsschwerhörigkeit können die sogenannten Schallschwingungen nicht an das intakte Innenohr weitergegeben werden, da eine Störung im Außen- beziehungsweise im Mittelohr vorliegt. In manchen Fällen tritt diese Art der Schwerhörigkeit nur vorübergehend auf und klingt nach einiger Zeit von allein wieder ab. Diese Form des Hörverlustes hängt häufig mit einer Blockade der Gehörknöchelchen zusammen, die nach einer Mittelohrentzündung auftreten kann. Die Schallleitungsschwerhörigkeit ist im Normalfall mit einem leichten oder mittleren Hörverlust gekoppelt, der sich im Bereich von 25 bis 65 Dezibel bewegt. Durch diese Beeinträchtigung ist es den betroffenen Personen oftmals nicht mehr möglich, die Sprachsignale klar und deutlich wahrnehmen zu können.

Mögliche Ursachen: Neben der Mittelohrentzündung können auch gutartige Tumore, eine Trommelfellperforation durch eine Verletzung oder eine genbedingte Fehlbildung zu einer Schallleitungsschwerhörigkeit führen. Darüber hinaus kann auch der Ohrenschmalzpfropf verstopft sein, beispielsweise durch einen Fremdkörper, oder eine vorübergehende Gehörgangsentzündung vorliegen. Da es hier sehr vielfältige Ursachen gibt, empfiehlt es sich schon bei dem ersten Verdacht auf einen Hörverlust sofort einen Hals-Nasen-Ohren Arzt aufzusuchen.

Behandlungsmöglichkeiten: Hier kommt es darauf an, ob die Schallleitungsschwerhörigkeit zu einem vorübergehenden oder zu einem permanenten Hörverlust führt. Bei der vorübergehenden Schallleitungsschwerhörigkeit kann der HNO-Arzt oftmals eine medikamentöse Behandlung durchführen, in seltenen Fällen ist es jedoch notwendig die Schallleitungsschwerhörigkeit operativ zu beheben. Im Falle einer permanenten Schallleitungsschwerhörigkeit hilft hingegen oftmals nur ein Hörgerät.

2. Der sensorineurale Hörverlust

Bei dem sensorineuralen Hörverlust unterscheidet man zwischen dem Verlust des sensorischen Hörsinns im Innenohr und dem Verlust des neuralen Hörsinns an den Hörnerven (in seltenen Fällen auch Nervenschwerhörigkeit genannt). Durch die Schädigung der schallumwandelnden Haarzellen im Ohr können einige Frequenzen nicht mehr von dem Mittel- beziehungsweise Innenohr an das Gehirn weitergegeben werden. Obwohl die Sprache oder die Geräusche laut genug sind, fällt es dem von einem sensorineuralen Hörverlust Betroffenen schwer die Schallquellen lokalisieren zu können. Darüber hinaus können verschiedene Laute („sch“, „k“, „p“, „f“ oder „h“) nicht mehr korrekt wahrgenommen werden.

Mögliche Ursachen: Als Hauptursache für einen später erworbenen sensorineuralen Hörverlust gilt die lärmbedingte Schädigung des Innenohres, beispielsweise durch eine zu starke Lärmeinwirkungen von Schusswaffen oder lauten Maschinen. Darüber hinaus kann diese Form des Hörverlustes auch durch eine Virusinfektion oder durch ototoxisch wirkende Medikamente herbeigeführt werden. Der kongenitale Hörverlust liegt hingegen schon bei der Geburt vor und gilt derzeit als eine der häufigsten Störungen bei Neugeborenen. Im Normalfall ist diese Störung erblich oder durch eine anormale Entwicklung bedingt.

Behandlungsmöglichkeiten: Bei einem sensorineuralen Hörverlust auf nur einem Ohr gilt ein konventionelles Hörgerät als die üblichste Behandlungsmethode – allerdings muss dazu ein Resthörvermögen gegeben sein. Bei einem Hörverlust auf beiden Ohren reichen ebenfalls häufig zwei Hörgeräte aus. Bei einem schweren Hörverlust empfehlen die meisten HNO-Ärzte jedoch ein Cochlea-Implantat. Dieses wird chirurgisch implantiert und ermöglicht  so das beschädigte Innenohr einfach zu umgehen und den Hörnerv auf direktem Wege zu stimulieren.

3. Der kombinierte Hörverlust

Im Falle des kombinierten Hörverlustes spricht man von einer Kombination aus einer Schallleitungsschwerhörigkeit und einem sensorineuralem Hörverlust. Die betroffene Person leidet also sowohl unter einer Schädigung des Außen- oder Mittelohres, als auch unter einer Schädigung des Innenohres. Oftmals zeigt sich der kombinierte Hörverlust dadurch, dass der Betroffene den Schall von Geräuschen oder der Sprache nur sehr leise wahrnehmen kann. Zudem erschweren mögliche Hintergrundgeräusche das Verstehen.

Mögliche Ursachen: Neben genbedingten Faktoren (beispielsweise durch Vererbung) kann auch ein zu starker Lärmeinfluss, verschiedene Medikamente oder der Alterungsprozess zu einem kombinierten Hörverlust führen. Darüber hinaus kann die Schallleitungsschwerhörigkeit und der sensorineurale Hörverlust auch durch eine Infektion, Polypen oder (meist gutartige) Tumore verursacht werden. In einige Fällen kann auch eine Kopfverletzung zu dieser Art des Hörverlustes führen.
Behandlungsmöglichkeiten: Bei einem kombinierten Hörverlust kommt es darauf an, um welche Form und um welchen Schweregrad es sich handelt. Bei einem eher leichten oder vorübergehenden Hörverlust reicht oftmals eine medikamentöse Behandlung aus. Bei einer mittelschweren Erkrankung empfehlen die HNO-Ärzte im Normalfall die Verwendung eines Hörgerätes, während bei einem komplizierten respektive schweren kombinierten Hörverlust häufig nur ein Knochenleitungsimplantat Abhilfe schafft.

4. Die auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung

Als auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (kurz AVWS) wird, wie der Name schon vermuten lässt, eine Einschränkung der auditiven Wahrnehmung bezeichnet. Diese Art des Hörverlustes hängt nicht mit einer allgemeinen Verminderung des Gehörs selbst zusammen, sondern beschreibt die fehlerhafte Verarbeitung und Wahrnehmung von Schallsignalen. Der betroffenen Person ist es somit nicht möglich, die Signale ausreichend weiterverarbeiten zu können. Daher kommt es in einigen wenigen Fällen auch zu einer zeitgleichen Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems. Diese Form des Hörverlustes tritt häufig bei Kindern und Jugendlichen auf.

Mögliche Ursachen: Die auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung wirft zum aktuellen Zeitpunkt noch einige Fragen auf. Oftmals tritt diese Form des Hörverlustes als Folgestörung einer peripheren Schwerhörigkeit auf. Darüber hinaus lässt sich diese Art auch auf Störungen des Außen-, Mittel- oder Innenohrs zurückführen. Neben einer genbedingten Erkrankung können auch Infektionen, Krankheiten oder in einigen Fällen auch Nervenschäden zu der auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung führen.

Behandlungsmöglichkeiten: Im Normalfall wird die auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung durch eine Förderung der beeinträchtigten Funktionen behandelt, oftmals in Verbindung mit unterstützenden Medikamenten. Dieses sprachlich-auditive Training wird meist von einem HNO-Arzt verordnet und kann diese Störung somit kompensieren.

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