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Tinnitus bei Kindern und Jugendlichen – Bei mir piept’s

Laut Studien hat jedes fünfte Kind schon einmal unter störenden Ohrgeräuschen gelitten. Tinnitus bei Kindern kommt also ebenso häufig vor wie bei Erwachsenen. Die Ursachen sind von Kind zu Kind unterschiedlich. Die meisten Tinnitus-Erkrankungen im Kindesalter werden durch eine Mittelohrentzündung oder den sogenannten Paukenerguss hervorgerufen und sollten zeitnah von einem Hals-Nasen-Ohren Arzt untersucht werden, um eine chronische Erkrankung zu verhindern. Doch wie kann man einen Tinnitus bei einem Kind erkennen?

Laut der Deutschen Tinnitus-Liga e.V. sind rund 10 Millionen Deutsche von einem Tinnitus betroffen. Ein Tinnitus ist nicht wie im Allgemeinen angenommen eine Krankheit, sondern wird in der Medizin als Symptom angesehen, das in der Regel nur der Betroffene selbst wahrnehmen kann. Die Ohrgeräusche reichen von einem unangenehmen Pfeif- oder Piep-Ton, über ein Zischen und Knacken, bis hin zu einem ständigen Rauschen. Die Erkrankung ist nicht mit auditiven Halluzinationen zu verwechseln, wie beispielsweise dem bekannten Phantom-Klingeln eines Handys.

Bisherige Studien, die Tinnitus-Symptome speziell bei Kindern untersucht haben, kommen zu dem Ergebnis, das zwischen 6 bis 13% der Kinder mit einem funktionierenden Gehör zwischenzeitlich von Ohrgeräusche betroffenen sind. Bei 25 bis 29% der Kinder mit Hörproblemen treten Tinnitus-Symptome dagegen nahezu doppelt so häufig auf.

Ein Tinnitus ist immer auch ein Warnsignal des Körpers, das auf eine psychische Belastung hindeuten kann. Es gibt sowohl psychische als auch physische Ursachen, die zur Entstehung von Ohrgeräuschen bei Kindern führen. Einer der Hauptursachen ist privater und schulischer Stress. In den meisten Fällen klingen die Symptome aber nach einigen Tagen von alleine wieder ab. Diese Form wird auch akuter Tinnitus genannt. Sollten die Ohrgeräusche länger als drei Monate andauern, spricht man von einem chronischen Tinnitus. Beide Formen sollten in jedem Fall medizinisch behandelt werden.

Ursachen für einen Tinnitus bei Kindern

Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es mehrere Erklärungsmodelle für die Entstehung eines Tinnitus. Bei gesunden Kindern werden die Schallwellen über den Gehörgang und das Trommelfell erst zum Mittel- und dann zum Innenohr weitergeleitet. Dort werden die physikalischen Schallreize durch die Hörsinneszellen umgewandelt und an das Hörzentrum des Gehirns weitergegeben. Bei Kindern mit einer Schwerhörigkeit liegt eine Störung des Hörsystems vor, sodass der Schall nicht mehr korrekt weitergegeben werden kann. Die Entstehung eines Tinntius hängt eng mit der Entwicklung einer Schwerhörigkeit zusammen, da beide Erkrankungen in vielen Fällen die gleiche Ursache haben. Im Allgemeinen gilt eine Beschädigung der Sinneszellen im Innenohr als eine der häufigsten Ursachen für die Entstehung einer Schwerhörigkeit, aber auch eines Tinnitus. Ebenso kann ein genetischer Defekt vorliegen, beispielsweise ein zerstörtes Trommelfell, ein beeinträchtigter Hörnerv oder ein chronisch entzündetes Mittelohr. Darüber hinaus kann ein Tinnitus auch durch körperlichen oder psychischen Stress, oder durch eine zu starke Geräuscheinwirkung entstehen. Für den besseren Überblick fassen wir nachfolgend die bekanntesten Ursachen für einen Tinnitus stichpunktartig zusammen.

  • Virusinfekt oder Entzündungen
  • Gefäßveränderungen im Innenohr (beispielsweise durch Arteriosklerose oder Diabetes mellitus)
  • Verminderte Durchblutung des Innenohres durch Stress oder Krankheit
  • Verletzungen des Ohres
  • Einblutungen
  • Verstopfung des Gehörganges, zum Beispiel durch einen Ohrschmalzpfropf
  • Zu hoher beziehungsweise zu niedriger Blutdruck
  • Nebenerscheinung einer Alters- oder Lärmschwerhörigkeit
  • Starke und dauerhafte körperliche Belastung
  • hohe Lärmeinwirkung
  • Verschleiß oder Beeinträchtigung der Halswirbelsäule mit Durchblutungsminderung der Innenohrregion

Neben der bereits genannten Mittelohrentzündung und dem Paukenerguss können noch einige weitere Umstände zu einer Beeinträchtigung des Hörsystems bei Kindern führen. Zum einen gilt Lärm als einer der Hauptgründe, wodurch sich bei einem Kind ein Tinnitus entwickeln kann. Zu laute Musik über Kopfhörer oder sonstige starke Lärmeinwirkungen können bei dem Heranwachsenden ein akutes oder sogar chronisches Schalltrauma hervorrufen. Der Tinnitus ist dann eine Folgeerscheinung des erkrankten Hörsystems. Bei einer permanent hohen Lärmeinwirkung kann auch Schwerhörigkeit auftreten, da sich das Hörzentrum noch in der Entwicklung befindet und schnell verletzt oder beschädigt werden kann.

Zum anderen kann ein Tinnitus bei Kindern durch beschädigte Haarzellen im Ohr entstehen. In einigen Fällen ist dieser Schaden jedoch genetisch bedingt und kann häufig nur durch ein Hörgerät behoben werden. Eine weitere Möglichkeit, die zu den störenden Ohrgeräuschen führen kann, ist die Verstopfung des Gehörgangs. Neben einem Ohrenschmalzpfropf können auch kleine Gegenstände, wie zum Beispiel die Watte eines Ohrenstäbchens zu dieser Verstopfung führen. Da der Gehörgang bei Kindern sehr empfindlich ist, sollte man möglichst nicht selbst versuchen den Fremdkörper zu entfernen, sondern sich direkt an einen HNO-Arzt wenden.

Darüber hinaus kann Stress oder eine starke psychische Belastung dazu führen, dass Kinder einen Tinnitus entwickeln. Die häufigsten Gründe für Stresssituationen im Kindesalter sind: Beziehungsprobleme der Eltern, Stress in der Schule oder mit Freunden, Prüfungsangst und -druck sowie starke Konzentrationsprobleme. Damit der Arzt das Kind richtig untersuchen und behandeln kann, sollte man offen über eventuelle Probleme sprechen. Desweiteren ist es sehr wichtig, dem Kind alles genau zu erklären und ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.

Tinnitus-Diagnose bei Kindern

Bei einem Kind kann es schwierig sein einen Tinnitus zu erkennen. Allerdings gibt es einige deutliche Anzeichen, dass etwas nicht stimmt. Sollte das Kind beispielsweise über „komische Geräusche“ oder Ohrenschmerzen klagen, empfiehlt es sich möglichst frühzeitig einen HNO-Arzt aufzusuchen. Gleiches gilt auch, wenn das Kind häufig gestresst oder launisch wirkt. Ein weiteres Anzeichen ist, wenn das Kind „schlecht hört“, zum Beispiel wenn es von den Eltern gerufen wird. Gerade hier sollten die Eltern keinesfalls maßregelnd reagieren, sondern überprüfen, ob das Kind tatsächlich Hörprobleme hat.

Sollte sich der Verdacht auf Tinnitus beim Kind bestätigen, empfiehlt sich der Besuch eines Hals-Nasen-Ohren Arztes. Die Untersuchung dort verläuft in den meisten Fällen ähnlich wie bei Erwachsenen. Da Kinder häufig unter einer Erkrankung des Mittelohres leiden, wird der behandelnde Arzt eine sogenannte Ohrmikroskopie und eine Tympanometrie durchführen, bei der die Schwingungsfähigkeit des Trommelfells gemessen wird. Die Untersuchung ist vollkommen schmerzfrei. Eltern sollten unterstützend und erklärend auf das Kind einwirken.

Tinnitus-Behandlung bei Kindern

Bei der Behandlung unterscheidet man im Allgemeinen zwischen einer Akut- und einer Langzeittherapie. Sollte sich der Verdacht auf Tinnitus bestätigen, kann der Hals-Nasen-Ohren Arzt direkt nach der Untersuchung mit der Akut-Behandlung des Tinnitus beginnen. In der Regel ist eine langfristige Therapie nur dann notwendig, wenn sich das Kind von den Ohrgeräuschen stark beeinflusst fühlt und diese längere als 3 Monate andauern.

Therapiemöglichkeiten bei akutem Tinnitus

  • Tinnitus-Counseling
  • Medikamentöse Behandlung
  • Infusionstherapie
  • Procaintherapie
  • Kortisontherapie

Die Infusionstherapie und die Behandlung mit Kortisonpräparaten führen in den meisten Fällen zur Heilung der Erkrankung. Häufig nehmen Kinder mit Tinnitus auch an Therapiesitzungen teil, bei denen sie den Umgang mit Stress erlernen.

Schweregrade bei einem Tinnitus

Die möglichen Begleiterkrankungen bei einem Tinnitus hängen in erster Linie mit dem Schweregrad der Ohrgeräusche und der wahrgenommenen psychischen Belastung zusammen. Der Hals-Nasen-Ohren Arzt kann feststellen, um welche Art des Tinnitus es sich handelt und somit eine Einteilung in einen der folgenden Schweregrade vornehmen:

Schweregrad I: Der erste Schweregrad kommt in der Hauptsache nur bei Kindern vor, die von einem akuten Tinnitus betroffen sind. Allerdings gibt es auch Menschen mit einem chronischen Tinnitus, die in diesen Schweregrad eingeteilt werden können. Die Ohrgeräusche werden zwar wahrgenommen, jedoch in einem nicht störenden oder belastenden Ausmaß. Daher ist bei diesem Schweregrad im Normalfall auch keine weitere Behandlung notwendig.

Schweregrad II: Bei dem zweiten Schweregrad leidet das Kind häufig unter Schlafstörungen. Der Tinnitus wird besonders in einer ruhigen Umgebung wahrgenommen. Durch Stress können die Ohrgeräusche nochmals verstärkt werden. Zwar liegen bei dem Schweregrad II noch keine Einschränkungen im Privat- oder Schulleben vor, die Eltern des Kindes sollten jedoch über die Teilnahme an Entspannungverfahren nachdenken, damit der Tinnitus nicht stärker wird.

Schweregrad III: Der dritte Schwergrad kommt sehr häufig bei chronischen Tinnitus-Patienten vor, die zudem auch an einer Schwerhörigkeit leiden. Das Kind wird durch den Tinnitus deutlich stärker beeinflusst, wodurch in einigen Fällen ein Rückzug aus dem sozialen Leben beginnt. Die Ohrgeräusche werden als sehr störend empfunden und können darüber hinaus von verschiedenen psychischen Folgeerkrankungen begleitet werden.

Schweregrad IV: Bei dem vierten und letzten Schweregrad ist ein normales Leben (beruflich als auch privat) nicht mehr möglich. Die chronischen Ohrgeräusche sind so stark, dass sie häufig als quälend beschrieben werden. Kinder, die an einem Tinnitus des Schwergrades IV leiden, erkranken sehr häufig auch an Depressionen oder Angstzuständen.

Kompensierter und dekompensierter chronischer Tinnitus

Neben der Einteilung in Schweregrade, können die Symtpome in einen kompensierten und einem dekompensierten Tinnitus unterschieden werden. Bei Kindern, die von einem Tinnitus des ersten und des zweiten Schweregrades betroffenen sind, spricht man von dem kompensierten Tinnitus. In diesem Fall sind die Ohrgeräusche zwar vorhanden, jedoch hat sich das Kind derartig daran gewöhnt, dass es diese kaum noch wahrnimmt. Die meisten Menschen können mit dem chronischen Tinnitus leben und werden kaum bis selten durch die Ohrgeräusche eingeschränkt.

Von einem dekompensierten Tinnitus spricht man, wenn sich dieser aufgrund der Belastung in die Schweregrade III oder IV einteilen lässt. Das Kind leidet sehr stark an den Ohrgeräuschen und wird durch diese im höchsten Maße beeinflusst. Der dekompensierte Tinnitus muss in jedem Fall behandelt werden. Sollte der Schwergrad IV vorliegen, empfiehlt es sich eine stationäre Behandlung in einer speziellen Tinnitus-Klinik zu beginnen. Bei Menschen, die sich durchgehend auf die Ohrgeräusche fokussieren, ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass sich ein dekompensierter Tinnitus entwickelt.

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