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Hörgeräte Marken

Billige Hörgeräte: Mehr Schaden als Nutzen

Hörgeräte sind Medizinprodukte und dürfen nur über bestimmte Vertriebswege verkauft werden. Frei verkäuflich sind sogenannte Hörverstärker, die wie Hörgeräte aussehen, und mit Preisen ab 20 Euro wesentlich billiger sind. Wissenschaftler aus den USA haben sich mit diesen billigen Hörgeräte-Alternativen auseinandergesetzt und dabei festgestellt, dass sie in der Praxis mehr Schaden als Nutzen anrichten.

Hörgeräte Beratung

Hörgeräte kosten im Durchschnitt zwischen 700 und 2.500 Euro. Wird ein Hörverlust von einem HNO-Arzt diagnostiziert, beteiligt sich Ihre Krankenversicherung an den Anschaffungskosten eines Hörgeräts mit bis zu 843 Euro, damit Sie Ihre Schwerhörigkeit behandeln lassen können.

Billige Hörgeräte© andras_csontos / Shutterstock

Viele schwerhörige Menschen gehen jedoch nicht zum Arzt und kaufen stattdessen billige Hörverstärker im Internet, weil Sie eine Verstärkung der Lautstärke nur in sehr spezifischen Situationen benötigen. Die billigen Hörgeräte-Alternativen gibt es bereits ab 20 Euro. US-amerikanische Forscher warnen allerdings vor diesen Geräten. Hörverstärker können anders als Hörgeräte die Lautstärke nur linear erhöhen. Sie können nicht an ein spezifisches Hörverlustmuster angepasst werden, verschlimmern im Zweifel Ihre Schwerhörigkeit und schädigen Ihr Gehör weiter.

Hörgeräte sind Medizinprodukte

Hörgeräte werden in Deutschland als Medizinprodukt eingestuft und nur von Hörgeräteakustikern oder HNO-Ärzten verkauft. Der Vertrieb von Medizinprodukten ist streng reguliert. Da die Kostenübernahme von Krankenkassen bei HNO-Ärzten niedriger ausfällt als bei Akustikern, findet der Verkauf über HNO-Ärzte in der Praxis kaum statt (aber er ist theoretisch möglich). Die Techniker Krankenkasse zahlt z.B. bei einer Versorgung durch Akustiker bis zu 843,51 Euro pro Hörgerät, dagegen aber nur 632,13 Euro bei einer Versorgung durch einen HNO-Arzt.

Oticon Mini Hörgeräte © Oticon

Hörgeräteakustiker sind für die Auswahl, Abgabe und Anpassung von Hörgeräten verantwortlich. Ohne die manuelle Anpassung eines Hörgeräts an das spezifische Hörverlustmuster, das der HNO-Arzt bei einem Hörtest festgestellt hat, sind die Geräte kaum nutzbar. Dieser Prozess wird jedoch irgendwann verkürzt werden und der Beruf des Hörgeräteakustikers wegfallen. Kunden werden Hörgeräte in naher Zukunft online kaufen können, ihre Diagnose auf der Webseite des Herstellers eingeben und ein bereits programmiertes Gerät per Post zugeschickt bekommen. Feineinstellungen werden Sie dann selbstständig über eine App vornehmen können. Der Hörgeräteakustiker als Bindeglied zwischen Hersteller und Endkunde wird entfallen. Erste Hersteller wie z.B. Signia bieten bereits Hörgeräte mit Tele-Audiologie Service an, also Hörgeräte die per Fernwartung angepasst werden können.

Ein Versandhandel von Hörgeräten ist derzeit jedoch nicht vorgesehen und gesetzlich auch nicht erlaubt. Dennoch gibt es im Internet zahlreiche Angebote von billigen Hörgeräte-Alternativen. In der Regel werden diese „Hörgeräte“ nicht als solche bezeichnet, sondern als Hörhilfen oder Hörverstärker verkauft. Manchmal handelt es sich aber auch um Produktfälschungen ohne CE-Zertifizierung. Die Preise beginnen bei unter 20 Euro. Verwirrend für Verbraucher ist vor allem, dass es beim Online-Händler Amazon eine offizielle Kategorie mit der Bezeichnung „Hörgeräte“ gibt, diese aber keine Hörgeräte enthält (sondern nur Hörverstärker).

Starkey edge Hörgerät © Starkey

Bei Amazon können Sie auch Hörverstärker kaufen, die mehrere hundert Euro kosten. Diese Produkte sind trotzdem nicht mit einem Hörgerät vergleichbar, das Sie von einem Akustiker erhalten. Die häufigste Art von Schwerhörigkeit, ist die Hochtonschwerhörigkeit. Menschen können also hochfrequente Töne und Sprachlaute nicht hören oder verstehen. Ein Hörgerät kann gezielt nur diese hohen Tonfrequenzen verstärken, während die tiefen Tonfrequenzen unverändert bleiben. Ein Hörverstärker kann das nicht, sondern erhöht einfach nur die Lautstärke insgesamt. Ein Hörverstärker sieht aus wie ein Hörgerät, funktioniert aber nicht anders als der Volume-Button Ihrer Fernbedienung. Die Qualität der meisten angebotenen Produkte, insbesondere im unteren Preissegment, ist äußerst mangelhaft.

Wissenschaftliche Untersuchung zu Billig-Hörgeräten

Bereits im Jahr 2008 haben US-amerikanische Wissenschaftler die Qualität von Billig-Hörgeräten untersucht. Geleitet wurde die Studie von Jerry Punch, Professor am Depatment of Commonicative Sciences and Disorders (Abteilung für Kommunikationswissenschaften und Störungen) an der Michigan State Universität sowie von Susanne Løve Callaway. Die Ergebnisse wurden im Anschluss im renommierten „American Journal of Audiology“ veröffentlicht.

Billig Hörgeräte © Pixel-Shot / Shutterstock

Untersucht wurden Hörgeräte der untersten Preisklasse zwischen 10 bis 100 Dollar und Modelle im Preisbereich von 100 bis 500 Dollar. Die Produkte wurden nicht über Akustiker, sondern über den Versandhandel oder das Internet vertrieben. Auch in Deutschland werden solche Billig-Hörgeräte mit der Bezeichnung „Hörhilfe“ oder „Hörverstärker“ verkauft, um dem Medizinproduktegesetz zu entgehen.

Die Ergebnisse der Studie

Die Ergebnisse der Studie und das Urteil der Wissenschaftler fielen ausgesprochen negativ aus. Drei Kritikpunkte wurden besonders betont:

  1. Die meisten billigen Hörgeräte waren nur in der Lage niedrige Frequenzen zu verstärken. Die meisten schwerhörigen Menschen haben jedoch einen Hörverlust in den hohen Frequenzen. Die untersuchten Billig-Hörgeräte hatten also keinen Nutzen, da hohe Frequenzen, die für das Sprachverstehen wichtig sind, kaum verstärkt wurden.
  2. Hörgeräte, die über den Versandhandel oder per Internet vertrieben wurden, enthielten nur eine kurze Anleitung. Die Einstellmöglichkeiten, sowie die korrekte Benutzung der Geräte war für Verbraucher völlig unklar.
  3. Die besonders billigen Hörgeräte im Preisbereich von 10 bis 100 Dollar produzierten ein derart lauten Ton, das Verbraucher bei dauerhafter Benutzung der Geräte einen lärmbedingten Hörschaden erleiden würden.

Das Fazit der Studie: Hörgeräte sollten nur von einem Hörgeräteakustiker abgegeben werden. Billige Hörgeräte-Imitate richten in der Praxis mehr Schaden als Nutzen an.

Kassenhörgeräte kosten 0 Euro

Wenn ein Hörgerät medizinisch notwendig ist, wird es von einem HNO-Arzt verordnet. Die Krankenkassen beteiligen sich mit einem fixen Pauschalbetrag an den Anschaffungskosten, der Verbraucher kann das Hörgerät dennoch frei wählen. Bei hochwertigen Hörgeräten, muss der Käufer die Differenz von Kaufpreis und Kassenpauschale selbst zahlen muss, bei Kassenhörgeräten entstehen keine weiteren Kosten. Das Hörgerät wird komplett von der Krankenkasse bezahlt. Lediglich eine Zuzahlung in Höhe von 10 Euro muss geleistet werden.

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Der gesetzliche Festbetrag der Krankenkassen beträgt zurzeit 784,94 €. Die meisten Krankenkassen zahlen aber wesentlich mehr, manche BKK’s bis zu 873,50 €. Der Hörgeräteakustiker muss Ihnen bei der Auswahl der Hörgeräte auch Kassenhörgeräte anbieten, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen und für Sie mit keinen weiteren Kosten verbunden sind.

Signia Prompt Hörgeräte © Signia

Wenn Ihr Akustiker Ihnen keine kostenlosen Hörgeräte als Alternative zu teuren Modellen anbietet, sollten Sie sich von einem anderen Anbieter beraten lassen. Die häufige Aussage, dass kostenlose Kassenhörgeräte nichts taugen, ist grundsätzlich falsch. Die Geräte können Ihren Hörverlust vergleichbar gut behandeln. Sie müssen dabei sehr wenige Kompromisse eingehen und können eine drastische Senkung Ihrer Kosten erwarten. Traditionelle Hörgeräte kosten zwischen 1.000 und mehr als 4.000 Euro pro Gerät.

Es gibt Fälle, bei denen die Technologie von Kassenhörgeräten nicht mehr ausreicht, um eine Schwerhörigkeit sinnvoll zu behandeln, zum Beispiel bei einem hochgradigen Hörverlust. In einem solchen Fall bezahlt die Krankenkasse einen höheren Pauschalbetrag. Für an Taubheit grenzende Krankenversicherte liegt der erhöhte Pauschalbetrag bei mindestens 841,94 Euro inkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer. Kostenlose Kassenhörgeräte bieten zwar keinen Komfort und sehen klobig aus, sind aber besser und billiger als Hörverstärker aus dem Internet. Es fällt nur die übliche Rezeptgebühr von 10 Euro pro Hörgerät an.

Warum sind Hörgeräte so teuer?

Der Großteil der Kosten für ein Hörgerät entsteht nicht durch das Gerät selbst. Die meisten Hörgeräte werden in den Deutschland als Teil eines „gebündelten“ Pakets verkauft, d.h. die Kosten für das Hörgerät werden zusammen mit allen damit verbundenen Dienstleistungen des Hörgeräteakustikers angegeben – vom ersten Hörtest, der Beratung, der Produktauswahl, der Erstprogrammierung und der individuellen Anpassung bis hin zur Nachsorge, den Reparaturgarantien und der Neuprogrammierung während der gesamten Lebensdauer des Produkts. Vertreter der Hörgeräteindustrie diskutieren immer wieder darüber, ob dies der beste Ansatz für die Preisgestaltung von Hördienstleistungen ist.

Phonak Hörgeräte © Phonak

Einige Fachleute, die sich für eine „Entflechtung“ der Geräte -und Servicekosten aussprechen, sind der Meinung, dass dies dazu beitragen kann, dem Verbraucher zu zeigen, dass der immaterielle Teil des Kaufs, also das Fachwissen und die Sorgfalt des Akustikers, tatsächlich der wertvollste Teil bei der Versorgung mit Hörgeräten ist.

Aus Umfragen weiß man, das zwei Drittel der Menschen, die Hörgeräte kaufen, nicht auf die Dienstleistung eines Akustikers verzichten würden. Fast niemand würde ein Hörgerät kaufen, ohne von einem ausgebildeten Audiologen getestet und beraten worden zu sein. Hörgeräte werden im Durchschnitt mit einem Preis von 1.800 Euro gekauft, was zeigt, dass Verbraucher wenig Wert auf das billigste Angebot legen.

Wie sieht die Situation in den USA aus?

In den USA beteiligen sich Krankenkassen nicht an den Anschaffungskosten von Hörgeräten. Hörgeräte sind also nicht Bestandteil der Krankenversicherung und werden von dieser nicht abgedeckt. In einem Versuch, preiswertere Hörgeräte mehr Menschen zugänglich zu machen, wurden einige Barrieren für den Verkauf beseitigt. Bestimmte Arten von Hörgeräten (sogenannte OTC-Modelle) können seit einiger Zeit ohne den Umweg über einen Hörgeräteakustiker überall frei verkauft werden. Die Änderungen verbessern den Zugang zu Hörgeräten, die preislich weit unter den Preisen traditioneller Hörgeräte liegen.

USA © GDJ / Pixabay

Das grundsätzliche Ziel ist, das mehr Menschen Ihre Schwerhörigkeit mit kostengünstigen OTC-Hörgeräten behandeln lassen. In den USA tragen aktuell weniger als 9% der Menschen, die schwerhörig sind, ein Hörgerät. 40% der Menschen, die einen diagnostizierten Hörverlust haben, sagen in Umfragen aus, das sie sich keine Hörgeräte leisten können, diese zu teuer sind und nicht von der Krankenversicherung abgedeckt werden. Die meisten Amerikaner würden nicht mehr als 100 Dollar für ein OTC-Hörgerät ausgeben.

Schwerhörige Menschen benötigen im Durchschnitt 7 Jahre von der Diagnose bis zum Kauf eines Hörgeräts. Sie wehren sich also jahrelang gegen den Kauf der von ihnen medizinisch benötigten Geräte und betrachten die hohen Preise als Hauptgrund Ihrer Kaufzurückhaltung. In Deutschland, wo Hörgeräte von der Krankenversicherung abgedeckt sind, ist Ihre Akzeptanz jedoch nicht wesentlich höher. Es ist also nicht klar, ob OTC-Hörgeräte, die vor allem dem Preiseinwand gerecht werden, eine langfristige Lösung sind. Auch wenn Verbraucher wenig Geld für ein Hörgerät ausgeben wollen, so wünschen sie sich dennoch eine professionelle Dienstleistung, die eine Auswahl, Anpassung und Nachsorge einschließt.

Sind Menschen daran interessiert, irgendein Gerät ohne die persönliche Empfehlung eines Gesundheitsexperten zu benutzen? Wahrscheinlich nicht. Eine professionelle Meinung ist erforderlich, um das beste Hörgerät für Menschen mit signifikantem Hörverlust auszuwählen. OTC-Hörgeräte sind für Menschen mit geringen Defiziten eventuell eine Lösung. Viel Geld für OTC-Hörgeräte auszugeben, scheint allerdings Geldverschwendung zu sein.

Einige praktische Ratschläge

Sie können zwar wilde Vermutungen anstellen, ob Sie einen mittleren, leichten oder schweren Hörverlust haben, wissen tun Sie es aber erst durch einen Hörtest bei einem HNO-Arzt. Ihr HNO-Arzt testet Ihre Tonhöhenschwelle in beiden Ohren, um festzustellen, welche Frequenzen Sie am wenigsten wahrnehmen können. Dieser Test, der als Audiogramm bezeichnet wird, gibt dem Hörgeräteakustiker einen detaillierten Einblick in die Funktionsweise Ihres Gehörs, was es ihm erleichtert, das bestmögliche Hörgerät für Sie auszuwählen.

Wenn Sie Hörgeräte benötigen, werden Ihnen die meisten Hörgeräteakustiker, Optionen anbieten, die zu Ihrem Budget passen. Ihr Akustiker kann Ihnen auch dabei helfen, Finanzierungsmöglichkeiten oder Wohltätigkeitsorganisationen zu finden, die Sie bei einer größeren Investition unterstützen. Zögern Sie nicht und machen Sie noch heute den ersten Schritt in Richtung besseres Hören. Vereinbaren Sie einen Termin bei einem Hörgeräteakustiker in Ihrer Gemeinde.

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