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Hörgeräte Preise – Wie viel kostet ein gutes Hörgerät?

Daran führt kein Weg vorbei – die Preise für Hörgeräte sind hoch. Sie können je nach Technologie-Niveau von knapp 1000 € bis über 4000 € pro Gerät reichen. Viele Menschen mit Hörverlust benötigen zwei Hörgeräte und Krankenkassen übernehmen die Kosten nur teilweise. Wenn es um die Kosten geht, gibt es viel zu beachten.

Auf dem deutschen Markt werden knapp 2.000 verschiedene Hörgeräte-Modelle angeboten. Die Preise der Hörhilfen sind dabei höchst unterschiedlich und oft ein Hindernis für eine adäquate Versorgung. Für die meisten Modelle wird im Schnitt eine Zuzahlung zwischen 500 bis 2.500 Euro pro Ohr fällig. Es gibt High-End Geräte, die noch darüber hinausgehen, aber auch Kassengeräte, die vollständig von der gesetzlichen oder privaten Krankenkasse bezahlt werden.

hoergeraet anpassung frau© Monkey Business Images

Hörgeräte sind eine wichtige Investition, bei der sie sichergehen möchten, das sich Ihr Geld und die aufgewendete Zeit lohnen. Zeit deswegen, weil Sie vor einem Kauf mehrere Geräte bis zu 14 Tage lang im Alltag testen sollten. Denn nach dem Kauf, tragen Sie die Geräte normalerweise sieben Tage in der Woche und sie sollten perfekt funktionieren. Auch deshalb weil Ihre Krankenkasse nur alle 6 Jahre einen Teilbetrag der Anschaffungskosten übernimmt.

Der Kauf eines Hörgeräts kann leicht mehrere tausend Euro kosten. Der Großteil der knapp 2.000 in Deutschland erhältlichen Hörgeräte kostet zwischen 500 und 2.500 Euro. Besonders gut ausgestattete Modelle können jedoch deutlich teurer sein, und mehrere tausend Euro pro Ohr kosten. Akustiker sind allerdings andererseits verpflichtet, technisch aktuelle Hörgeräte anzubieten, die vollständig von den Krankenkassen bezahlt werden.

Was kostet ein Hörgerät?

Eine pauschale und gleichzeitig genaue Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Der Hauptfaktor, der den Kaufpreis eines Hörgeräts beeinflusst, ist das technologische Niveau und die enthaltenen Funktionen. Wie bei den meisten Elektronikgeräten wird technologischer Fortschritt mit der Zeit günstiger. Dies ist im Hörgerätemarkt genauso der Fall. Während die Preise von Hörhilfen in den letzten 10 Jahren konstant geblieben sind, bekommen Sie heute wesentlich mehr Technologie, als noch vor zwei Jahren. Was einst als High-End galt, ist heute Basistechnologie.

Preiskategorie
Zuzahlung
Basisklasse10 € bis 500 €
Mittelklasse500 € bis 1.200 €
Oberklasse1.200 € bis 2.500 €
High-End2.500 € bis 4.500 €

Lesen Sie jetzt unseren kritischen Beitrag: Die Eskalation der Hörgerätepreise

Alle Hersteller von Hörgeräten sind bestrebt, Geräte anzubieten, die den Bedürfnissen der Betroffenen und ihrem Budget entsprechen. Nahezu jedes Modell gibt es in mehreren Leistungsstufen und Preispunkten. Die High-End Geräte enthalten die neuesten und besten Funktionen, wie die fortschrittlichste Rauschunterdrückungsschaltung und Wireless-Funktionen. Einfache Modelle enthalten weniger ausgefeilte Funktionen, sind dafür aber wesentlich billiger.

Hörgeräteakustiker sind verpflichtet, Ihnen auch technisch aktuelle Geräte anzubieten, deren Preis vollständig von Ihrer Krankenkasse übernommen wird. Diese Modelle unterscheiden sich hinsichtlich der eingesetzten Technik und der Ausstattung stark von zuzahlungspflichtigen Högeräten und stellen lediglich eine Grundversorgung sicher. Als groben Maßstab können/müssen Sie eine Zuzahlung zwischen 500 bis 2.500 Euro einplanen. In einem BSG-Urteil vom 17.12.2009 Az. B 3 KR 20/08 R wird darauf hingewiesen, dass selbst bei einer mittlern Schwerhörigkeit mindestens 1000 € pro Gerät notwendig sind, um einen Versicherten „angemessen“ zu versorgen. Benötigen Sie zur Ausübung Ihres Berufs ein besonders hochwertiges Hörgerät, übernimmt auch das Arbeitsamt im Einzelfall anteilig Kosten.

Häufig werden zwei Hörhilfen benötigt. In einem solchen Fall wird auf das zweite Gerät ein Abschlag von 20% durch den Akustiker gewährt (der dann von der Krankenkasse wieder abgezogen wird). Die Gesamtkosten der Zuzahlung für zwei Hörgeräte können also im Bereich zwischen 800 bis 4.000 Euro liegen. Viele Akustiker bieten wegen den hohen Preisen Ratenfinanzierungen an. In der Kaufberatung mit dem Akustiker sollten Sie die zuzahlungsfreien Hörgeräte nicht vergessen. Lassen Sie sich am besten mehrere Kassengeräte zeigen und testen Sie diese 14 Tage lang im Alltag.

Modellklassen

Die Preise für Hörgeräte hängen von Ihren individuellen Bedürfnissen und dem technologischen Niveau ab, das Sie für Ihr Gerät wünschen. Hörgeräte werden in drei Technologieebenen eingeteilt: Oberklasse, Mittelklasse und Basisgeräte.

Phonak Modellklassen© Phonak

Die folgenden Informationen geben Ihnen einen kurzen Überblick über die technologischen Funktionen auf jeder Ebene. Alle Hörgeräte, auch Basisgeräte, bieten erstklassige Klangqualität, optimale Sprachverständlichkeit sowie eine Hintergrundgeräuschreduzierung, egal ob es sich um ein Premium-, Mittelklasse- oder Basisgerät handelt.

Basisklasse: Ein Basis-Hörgerät erfordert eine Zuzahlung zwischen 10 € bis 500 €. Basisgeräte bieten eine Rückkopplungsunterdrückung, die einen guten Hörkomfort ohne störendes Pfeifen ermöglicht. Sie sind mit moderner Digitaltechnik ausgestattet, haben eine gute Verstärkung und bieten anpassbare Hörprogramme. Ein Basisgerät ist sehr effektiv, insbesondere wenn Sie viel zu Hause verbringen. Aktivere Menschen benötigen jedoch komplexere Geräte.

Mittelklasse: Mittelklasse-Hörgeräte kosten zwischen 500 € und 1.200 € Zuzahlung. Diese Geräte bieten auch in komplexen Hörsituationen eine gute Klangqualität. Sie haben die Möglichkeit Hörprogramme schnell zu ändern und das Gerät an jede Umgebung anzupassen. Darüber hinaus sind viele Funktionen automatisiert, so dass ständige manuelle Einstellungen entfallen. Einige dieser Funktionen umfassen adaptive Richtmikrofone und eine automatische Rauschunterdrückung. Weitere Features sind drahtlose Verbindungen mit externen Audioquellen z.B. TV, Smartphone, Tablet, Telefon und Wlan-Lautsprecher, eine gute Spracherkennung und -verbesserung, sowie müheloses Richtungshören.

Oberklasse und High-End: Premium-Hörgeräte erfordern eine Zuzahlung zwischen 1.200 € bis 4.500 € und bieten Ihnen die beste Technologie für Ihr Ohr. Diese Geräte verwenden Richtmikrofone, um Sprache automatisch zu erkennen, wodurch eine hervorragende Sprachverständlichkeit erreicht wird. Premium-Geräte eignen sich daher besonders für Personen, die sich häufig in schwierigen Hörsituationen befinden, da sie störende Hintergrundgeräusche herausfiltern und gleichzeitig die Sprache verstärken. Diese Kombination aus Sprachverstärkung und Hintergrundgeräuschunterdrückung sorgt für ein einfaches und angenehmes Hörerlebnis. Premium-Geräte bieten das beste Klangerlebnis und passen sich automatisch an verschiedene Hörumgebungen an. Sie ermöglichen eine verbesserte räumliche 360° Orientierung und helfen Ihnen herauszufinden, woher ein bestimmter Klang kommt. Sie sorgen für mehr Komfort in Ihrem Leben und lassen sich mit vielen Multimedia Geräten koppeln. Über drahtlose Verbindungen zu Ihrem Fernseher oder Smartphone können Sie mit Ihrem Hörgerät telefonieren oder den Ton Ihres Lieblingsfilms an Ihr Hörgerät streamen. Das kabellose Streaming verhindert auch Tonstörungen und optimiert den Tonempfang. Premium-Hörgeräte lassen sich meist per App einstellen und werden in unterschiedlichen Farben angeboten. Sie analysieren Ihre aktuelle „Hörsituation“ und passen sich automatisch an sie an. Zum Beispiel werden Einstellungen und Hörprogramme automatisch geändert, wenn Sie von Ihrem Auto über einen geschäftigen Bürgersteig zu Ihrem Lieblingscafé gehen. Sie können Ihre bevorzugten Einstellungen für Ihre am häufigsten besuchten Orte auch manuell programmieren und speichern.

Eigenschaften
Basis
Mittel
Premium
Digitale Signalverarbeitungjajaja
Unterdrückung von Rückkoppelungenjajaja
Unterdrückung von Störschalljajaja
Mehrkanal-Technik mit mindestens 4 Kanälenjajaja
Bis zu 4 Hörprogrammejajaja
Automatische Verstärkung von Sprachsignalenjajaja
Mehrmikrofontechnikjajaja
Audioeingang für Zusatzgerätejajaja
Drahtlose Verbindung zum Fernseher oder Telefonjaja
Einstellbare Spracherkennung und Sprachverbesserungjaja
Automatisches Richtungshören für bessere Klarheit in Gesprächenjaja
Automatisches 360° Hören zur besseren räumlichen Orientierungja
Automatische Anpassung an unterschiedliche Hörumgebungenja
Umfangreiches Angebot an Farben und Designsja

Gerne besprechen wir mit Ihnen im Rahmen einer kostenlosen telefonischen Beratung mit einem unserer Hörgeräte-Experten alle Modellklassen und deren Preise.

Was ist im Preis alles enthalten?

Die Preise für Hörgeräte sind hoch, deswegen ist es wichtig zu wissen, dass Sie weit mehr als nur die Geräte selbst bezahlen. Im Preis sind oft viele Dienstleistungen enthalten. Fragen Sie Ihren Hörgeräteakustiker nach dem Umfang seiner Serviceleistungen, damit Sie wissen, was Sie kaufen. Im Kaufpreis enthalten sind:

  • die Hörhilfe
  • Ohrpassstücke
  • Reparaturpauschale
  • Erstanpassungen
  • Nachjustierungen
  • Reinigung

Ihr Kauf umfasst normalerweise die Beratung, die Erstanpassung und alle Nachjustierungen, die routinemäßige Reinigung und eine Garantie, die zwischen einem und drei Jahren liegen kann. Die Garantie deckt häufig alle Reparaturen ab und beinhaltet den einmaligen Ersatz, falls Sie Ihr Hörgerät verlieren. Einige Hörgeräteakustiker bieten darüber hinaus auch kostenlose Hörgerätebatterien (die dann im Kaufpreis bereits enthalten sind) für die Dauer der Garantiezeit an.

Die Leistung des Akustikers beschränkt sich also nicht nur auf die Auswahl und den Verkauf des Hörgeräts. Er ist für die korrekte Einstellung und alle anfallenden Anpassungen verantwortlich. Die hierfür anfallenden Kosten sind in den Hörgeräte Preisen inbegriffen und müssen nicht separat bezahlt bzw. abgerechnet werden. Die Krankenkassen haben für diese Arbeiten einen Satz von 7 Stunden und 41 Minuten angesetzt. In diesen 7 Stunden und 41 Minuten, die Sie praktisch von Ihrem Akustiker „einfordern“ können, müssen mindestens drei verschiedene Geräte mit jeweils drei Hörprogrammen zum Vergleich angepasst werden. Preisunterschiede zwischen Akustikern bei gleichen Hörgerätemodellen lassen sich von daher auch so erklären, dass Akustiker den anfallenden Serviceaufwand unterschiedlich einschätzen. Der von den Krankenkassen „übernommene“ Arbeitsaufwand des Akustikers ist für viele Diagnosen viel zu niedrig angesetzt, so z.B. für an Taubheit grenzende Schwerhörige.

Warum sind Hörgeräte so teuer?

Der Preis eines Hörgerätes umfasst die Kosten des Geräts selbst sowie die Dienstleistungen des Akustikers. Ein Teil der Kosten ist auf die Forschung zurückzuführen, die erforderlich ist, um die technologische Weiterentwicklung jedes Jahr fortzusetzen. Herstellende Unternehmen geben jährlich mehrere Millionen Euro aus, um die Leistung der Geräte zu verbessern. Diese Investitionen haben zu Hörgeräten geführt, die dem Menschen besser dienen, aber auch teurer sind.

Mini Hörgerät von Phonak© Phonak

Es gibt viele Faktoren, die in die Endkosten einfließen. Wenn Sie ein Hörgerät kaufen, umfasst der Preis oft alle professionellen Dienstleistungen, die mit dem Kauf einhergehen. Ihre Hörfähigkeit kann sich ändern, Ihre Hörhilfe muss möglicherweise repariert oder angepasst werden und Sie haben gelegentlich Fragen an Ihren Akustiker. Der Preis spiegelt diese Serviceleistungen sowie die erworbene Hörgerätetechnologie wieder.

Wenn Ihre Hörgeräte 4800 Euro kosten und eine Haltbarkeit von fünf Jahren haben, kosten Sie 960 Euro pro Jahr, 80 Euro pro Monat oder 2,66 Euro pro Tag. Mit anderen Worten, während der Gesamtbetrag hoch ist, erscheint der umgerechnete Nutzungspreis angemessen. Vergleichen Sie den Preis mit den Kosten für Ihr Satelliten- oder Kabelfernsehen, Ihren Internetanschluss oder für Ihr Netflix. Die tägliche Nutzung von hochwertigen Hörgeräten kostet auf Tagesbasis weniger als ein Cafe to Go. Wenn Sie die Kommunikations-, Beziehungs- und Gesundheitsvorteile mit einbeziehen, die Sie durch das Tragen von Hörgeräten erzielen, sind sich die meisten Menschen einig, dass es sich lohnt.

Laut Researchgate benötigt ein typischer Hörgeräteträger nach dem Kauf etwa drei Besuche bei seinem Akustiker, um sein Hörgerät richtig einzustellen. Diese Art von Dienstleistung erhalten Sie nicht online und „noch nicht“ per App. Der technologisch nächste Schritt wird jedoch das sich „automatisch einstellende“ Hörgerät sein. Der Akustiker wird wahrscheinlich bereits in wenigen Jahren durch eine App ersetzt werden, in die man seine Diagnose-Daten hineinladen und damit seine Hörhilfe selbst einstellen kann.

Kostenübernahme durch die Krankenkassen

Im Jahr 2005 wurden bundeseinheitliche Festbeträge eingeführt, die die Höhe der Kostenübernahme beim Kauf eines Hörgeräts festlegen. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen demnach einheitlich 784,94 Euro pro Gerät. Beim zweiten Hörgerät wird ein Abschlag von rund 20 Prozent in Abzug gebracht, so dass die Kostenübernahme insgesamt 1.412,89 Euro umfasst. Der Gesamtpreis, der von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird inklusive Ohrpassstück und Reperaturpauschale liegt in der Regel bei 843 € für ein Ohr und 1.534 € für beide Ohren. Das Hörgerät muss zuvor von einem HNO-Facharzt verordnet werden, indem er beim Betroffenen einen Hörverlust und den Grad der Schwerhörigkeit medizinisch feststellt.

Gesetzlicher Anspruch
Ein Ohr
Beide Ohren
Kostenübernahme (nur Gerät)784,94 €1.412,89 €
Alltägliche Praxis
Ein Ohr
Beide Ohren
Kostenübernahme mit Ohrpassstück und Reparatur843 €1.534 €

Der Hörverlust muss mindestens 30 Dezibel auf dem besser hörenden Ohr betragen. Betrachtet wird hierbei der Bereich der Hauptsprachfrequenzen zwischen 500 und 3 000 Hertz. Bei einseitiger Schwerhörigkeit muss der Hörverlust mindestens 30 Dezibel bei zwei Frequenzen des Hauptsprachbereichs oder bei 2 Kilohertz betragen. Zusätzlich muss die Verstehensquote im Sprachhörtest bei weniger als 80 Prozent liegen.

Kassengerät oder Zuzahlung?

Hörgeräteakustiker sind verpflichtet Ihnen eine gewisse Anzahl zuzahlungsfreier Geräte anzubieten. Die angebotenen Hörgeräte „müssen“ dabei dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. In der Praxis bieten jedoch viele Akustiker in erster Linie Hörhilfen an, deren Preise deutlich über denen von Kassengeräten liegen.

Kassengerät© Monika Wisniewska

Entscheiden Sie sich für ein solches zuzahlungspflichtiges Modell, so müssen Sie den Betrag, der über 784,94 Euro bei einem bzw. 1.412,89 Euro bei zwei Hörgeräten hinausgeht, aus eigener Tasche bezahlen. Entscheiden Sie sich also für ein hochpreisiges High-End Modell, so kann die Zuzahlung schnell auf über 3.000 Euro steigen. Ob ein Kassengerät ausreichend ist, hängt von der individuellen Hörschwäche und auch von den persönlichen Bedürfnissen ab. Interessenten sollten sich beraten lassen und im Anschluss unterschiedliche Hörgeräte aus verschiedenen Preisklassen im Alltag mindestens 14 Tage lang testen.

Volle Kostenübernahme bei medizinischer Notwendigkeit

Einfache Kassengeräte sind für an Taubheit grenzende Schwerhörige und Menschen mit Hörverlust, die durch ihren Beruf besondere Anforderungen an ein Hörgerät haben, meist nicht ausreichend. Die eigenanteilsfreie Versorgung ist dem Gesetz nach eine Sachleistung der Krankenkassen und kein Zuschuss. Hieraus folgt, dass Krankenkassen auch die Kosten für teurere Hörhilfen übernehmen können. Wenn also eine medizinische Notwendigkeit vorliegt, z.B. bei der Diagnose Usher Syndrom oder einer psychischen Erkrankung in Folge eines Hörsturzes oder von Tinnitus, bezahlt die gesetzliche Krankenkasse auch Preise und Kosten die die Festbeträge übersteigen. Dies hat auch das Bundessozialgericht bereits bestätigt.

hoergeraet anpassung frau© Africa Studio

Demnach müssen Krankenkassen den Preis eines Hörgeräts in vollem Umfang übernehmen, sofern die zum Festbetrag erhältlichen Hörgeräte nicht ausreichen, um für den erforderlichen Behinderungsausgleich zu sorgen. Gegen einen anders lautenden Bescheid sollte man Widerspruch einlegen und sich zudem vom Verein „Deutscher Schwerhörigenbund e. V.“ beraten lassen. Grundsätzlich können Zuschüsse jedoch auch von anderen Rehabilitationsträgern geleistet werden. Wichtig: Die entsprechenden Anträge müssen vor dem Kauf des Hörgeräts gestellt werden. Die Leistungen der Krankenkasse müssen ausreichen, um für den erforderlichen Behinderungsausgleich zu sorgen. Bei an Taubheit grenzenden Schwerhörigen ist dies derzeit kaum möglich. Die Spitzenverbände der Krankenkassen haben daher entschieden, dass für an Taubheit grenzende Schwerhörige ein gesonderter Festbetrag eingerichtet wird. Dieser erhöhte Festbetrag gilt ab dem 01.03.2012. Er beträgt inklusive Mehrwertsteuer 841,94 Euro.

Warum sollte ich ein Hörgerät kaufen?

Berücksichtigen Sie bei der Entscheidung, ob Sie wenig oder viel Geld für ein Hörgerät ausgeben möchten, auch die Auswirkungen, wenn Sie dieses Geld nicht aufwenden. Es ist fast unmöglich, einen Preis für entfalle Gespräche mit Ihrem Ehepartner, Ihrer Familie, Freunden oder Kollegen zu bemessen. Bei einem Hörverlust fehlen Ihnen auch einige der schönen und wichtigen Geräusche des Lebens: das Lachen Ihrer Enkelkinder, fröhliches Vogelzwitschern, sanft herabfallende Regentropfen, Ihre Türklingel, das Geräusch des Blinkers an ihrem Auto und das Geräusch des Timers an Ihrem Backofen.

Wenn Sie noch berufstätig sind, verlieren Sie auch aufgrund eines Hörverlusts effektiv Geld. Eine Studie des Better Hearing Institute untersuchte mehr als 40.000 amerikanische Haushalte und stellte fest, dass ein unbehandelter Hörverlust das Einkommen im Durchschnitt um 12.000 Dollar pro Jahr und im oberen Bereich um bis zu 30.000 USD pro Jahr reduziert. Die gute Nachricht ist, dass das Tragen von Hörgeräten die Auswirkungen um 50% verringern kann. Wenn Sie es unter ökonomischen Gesichtspunkten betrachten möchten, ist das eine gute Rendite für Ihre Investition.

Unbehandelter Hörverlust ist schließlich mit anderen Gesundheitsproblemen wie Depression, Bluthochdruck und einem erhöhten Risiko für Stolpern und Stürze verbunden. Durch einen unbehandelten Hörverlust können die Kosten für Gesundheitsaufwendungen insgesamt steigen. Im beruflichen Kontext werden Menschen mit unbehandelten Hörverlust von Kollegen als weniger kompetent wahrgenommen, was sich auf die Einschätzung der Leistungsfähigkeit und auf das Gehalt des Betroffenen auswirkt.

Der Kauf eines Hörgerätes ist eine wichtige Investition in Ihre Lebensqualität, berufliche Karriere, Beziehungen und Ihre Gesundheit. Der richtige Hörgeräteakustiker wird Ihren Hörverlust wie auch Ihre finanzielle Situation verstehen. Akustiker werden Ihnen Produkte in der entsprechenden Preisklasse anbieten, die Ihren Bedürfnissen entspricht. Sparen Sie diesen wichtigen Schritt nicht länger auf. Stellen Sie jetzt eine Beratungsanfrage über unser Anfrageformular.

Bildquellen:
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9 Leserkommentare
  1. margarete schrieb
    am 1 August 2013 um 10:49

    zur zeit probiere ich hörgeräte aus, mit denen fernsehen nicht möglich ist; die geräte sind laut genug, aber die stimmen hören sich an wie krächzende raben und sind nicht zu verstehen und unangenehm.
    welches gerät ist für meine ohren geeignet? bisher habe ich ein im -ohrgerät getragen, ist aber defekt und nicht mehr zu reparieren.

  2. Dr. Meißner schrieb
    am 6 Oktober 2013 um 14:42

    Mir ist ein Hörgerät verordnet worden. Ab November 2013 soll meines Wissens die Zuzahlung der Kassen erhöht worden sein. Trifft das auch für die KKH zu?

    Mit freundlichen Grüßen M. Meißner

  3. Ralf schrieb
    am 24 Dezember 2013 um 15:05

    Woher erfahre ich, wieviel Grad Schwerhörigkeit vorliegt? Der HNO meines Vaters gab hierzu keine Auskunft und verwies auf den Akustiker der entsprechende Tests macht. Der Akustiker gibt aber auch nicht die Werte heraus, so dass ich feststellen kann, ob mein Vater hochgradig schwerhörig ist. Klar – man will ja auch die teureren Geräte verkaufen und verlangt jetzt auch noch eine Verzichtserklärung für die Null-Tarifgeräte.
    Was kann ich tun, um meinem Vater (77) zu helfen. Er hatte verschiedene Null-Tarif-Geräte probiert und im Ergebnis kaum besser gehört, als ohne Hörgerät. Erst mit einem Gerät für (pro Stck.) 1600,- € war eine Besserung des Hörens zu bemerken.

  4. Reschke schrieb
    am 16 März 2014 um 17:59

    Hallo,

    eine Frage zum Hörgerät Phonak Naida Q90 RIC:
    Ich finde es bei mehreren Anbietern als Naida Q90 – 312, also mit 312er Batterie. In der Phonak-Beschreibung aber nur mit 313er Batterie. Was ist richtig? Gibt es da zwei unterschiedliche Bauformen für 312er oder 313er Batterie?

    Besten Dank und mit freundlichen Grüßen
    Dietrich Reschke

  5. Pia Penzek schrieb
    am 5 Januar 2015 um 13:45

    Hallo,
    eine Freundin ist sehr schwerhörig und hat bereits das zweite Hörgerät. Das 1.te, welches sie testen durfte, hat die Geräusche unerträglich wiedergegeben. Das 2.te wurde nur mit 700 Euro von der Krankenkasse bezuschusst, hat aber insgesamt 1400 Euro gekostet. Dieses Hörgerät ist zu leise und wenn sie vom Nachstellen beim Akustiker kommt, ist es unverändert. In verschiedenen Sendungen und Artikeln haben wir erfahren, dass die Kasse mehr hätte bezahlen müssen. Auch sollen viele Hörgeräteakustiker angeblich fasch beraten, um teure Geräte zu verkaufen. Woher kann man nun Hilfe bekommen um ein passendes Gerät zu finden?

  6. Anne schrieb
    am 29 Januar 2015 um 06:11

    Können Sie mir bitte mitteilen, was ein Abdruck vom Innenohr für das Im „Ohr Hörgerät“ kostet? Ich bekomme ein Kassenhörgerät kostenlos aber für den Abdruck soll ich bezahlen? Bitte um eine kurze Rückantwort. Vielen DANK.
    Mit freundlichen Grüßen
    Anne

  7. Tetik schrieb
    am 17 Mai 2015 um 11:04

    Hallo und guten tag,
    gibt es hörgeräte mit digotel anzeige oder led lampen für die batterie anzeige? Oder mit aufladbaren Batterien mit Akkustation? Gibt es eine Anzeige, wenn das Hörgerät im Ohr sitzt, aber gar nicht funktioniert oder wenn die Ohrmuschel verstopft ist? Ohne Zuzahlung, also nur Kosten die von der Krankenkasse bezahlt werden.
    dank im Vorraus

  8. Brigitte schrieb
    am 14 Dezember 2015 um 19:29

    Hallo wertes Team,
    Ich bin rechts taub und das linke Ohr muss versorgt werden (mittelgradig – bis hochgradig). Dabei habe ich einen schweren Tinnitus. Ich suche nun einen HGA, der den OLSA-Satzverstehen-Test bei Störschall anbietet. Können Sie mir einen Tipp geben, entweder Lichterfelde Ost oder Potsdam, ich wohne in Ludwigsfelde.
    MfG Brigitte

  9. Walburga schrieb
    am 30 März 2016 um 12:51

    In Ihrem Internetauftritt schreiben Sie, dass bei Kauf von 2 Geräten auf den Preis des 2. Gerätes üblicherweise ein Abschlag von 20 Prozent gewährt wird. Was bedeutet üblicherweise? Liegen über die Häufigkeit des Nachlasses Zahlen vor? Oder muss ich so lange suchen bis ich einen Akustiker finde, der mir preislich entgegenkommt. Im Netz habe ich ausser bei Ihnen keinen entspr. Hinweis gefunden.
    MfG Walburga

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