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Hörgeräte zum Nulltarif: Worauf Sie beim Kauf von kostenlosen Hörgeräten achten sollten

Seit Ende November 2013 erhalten Krankenversicherte in Deutschland eine deutlich höhere finanzielle Unterstützung beim Kauf eines neuen Hörgerätes. Während die Krankenkassen vor diesem Zeitraum einen Festbetrag von durchschnittlich 421,28 Euro für die Anschaffung eines Kassenmodells bewilligten, liegt die maximale Kostenübernahme aktuell bei 748,94 Euro. Durch diesen Anstieg sollen die Betroffenen noch besser unterstützt werden. Doch bevor man sich ein Hörgerät zum Nulltarif zulegt, gibt es einige wichtige Dinge, die man beim Kauf eines kostenlosen Hörgerätes beachten sollte.

Was bedeutet überhaupt „zuzahlungsfreie Versorgung“?

Durch die neuen Verträge zwischen den verschiedenen Krankenversicherungen und Hörgeräteakustikern haben sich diese dazu verpflichtet, jedem gesetzlich Versicherten eine zuzahlungsfreie Versorgung zu ermöglichen.

Hörgerät zum Nulltarif© Copyright by hearing.siemens.com | Pressebild

Das bedeutet, dass jede Person mit einer ärztlich festgestellten Schwerhörigkeit Anspruch auf ein zuzahlungsfreies, sprich kostenloses Hörgerät hat. Darüber hinaus sind Hörgeräteakustiker dazu verpflichtet dem Versicherten bei einer Beratung mindestens ein zuzahlungsfreies Hörgerät anzubieten. Dieses sogenannte Kassenhörgerät liegt immer unterhalb des Festbetrages und wird zum Nulltarif von der Krankenkasse übernommen. Der Betroffene muss dann nur die gesetzliche Rezeptgebühr übernehmen, die zwischen fünf und zehn Euro beträgt.

Kostenübernahme bei einer beidohrigen Versorgung

Neben dem gestiegenen Zuschuss für ein Hörgerät, haben die Krankenkassen auch die Zuzahlung im Falle einer beidohrigen Versorgung erhöht. Sollte der Patient also von einer beidseitigen Schwerhörigkeit betroffen sein, gewährt die Krankenkasse auch hier eine deutlich bessere finanzielle Unterstützung. Seit Ende des vergangenen Jahres liegt die Zuzahlung bei einer beidohrigen Versorgung daher zwischen 1.000 und 1.500 Euro. Die Höhe der konkreten Kostenübernahme variiert je nach Krankenkasse, Tarif und ärztlicher Diagnose. Allerdings übernehmen sowohl die gesetzlichen Ersatzkassen als auch die Betriebskrankenkassen die Zuzahlung für zwei neue Hörgeräte.

Verdopplung der Festbeträge und Kritik der Deutschen Gesellschaft der Hörgeschädigten

Obwohl die Krankenkassen die Festbeträge im November des vergangenen Jahres nahezu verdoppelt haben, steht die Deutsche Gesellschaft der Hörgeschädigten der Änderung kritisch gegenüber. Laut Renate Welter, der Vizepräsidentin des Deutschen Schwerhörigenbundes (kurz DSB), die zeitgleich auch die rechtlichen Interessen der Deutschen Gesellschaft der Hörgeschädigten vertritt, wurden die neuen Festbeträge nicht transparent berechnet. Aus diesem Grund hat die Deutsche Gesellschaft der Hörgeschädigten Klage gegen die undurchsichtige Zuzahlungserhöhung eingereicht.

Laut Renate Welter liegt das Hauptproblem darin begründet, dass die Betroffenen eben nicht nach den Festbeträgen versorgt werden, sondern nach den Vertragspreisen. Diese Vertragspreise wurden zwischen den Krankenkassen und den Hörgeräteakustikern ausgehandelt und festgelegt. Durch diesen Umstand werden, laut Welter, die Festbeträge von den Vertragspreisen unterlaufen. Darüber hinaus wurden die Hörgeräte-Preise zum Teil so deutlich erhöht, dass die Betroffenen keinen effektiven Vorteil von der Festbetragserhöhung haben. Grundsätzlich ist die erhöhte Zuzahlung natürlich ein Schritt in die richtige Richtung, doch geht es nach der Deutschen Gesellschaft der Hörgeschädigten muss das System nochmals überarbeitet werden.

Neue Regelung der Mindeststandards für zuzahlungsfreie Hörgeräte

Im Rahmen der Zuzahlungserhöhung im November 2013 wurden gleichzeitig auch die neuen Mindeststandards festgelegt, die ein Kassenmodell erfüllen muss. Bislang wurden diese Standards nie ausreichend definiert, sodass es immer wieder zu Missverständnissen zwischen Hörgeräteakustikern und Krankenversicherungen gekommen ist. Die neuen Standards legen klar fest, welche Funktionen ein kostenloses Hörgerät erfüllen muss, damit es von der Krankenkasse bezuschusst werden kann. So muss ein Hörgerät zum Nulltarif beispielsweise eine Rückkopplungs- und Störschallunterdrückung sowie mindestens drei verschiedene Hörprogramme anbieten. Ebenso muss ein uneingeschränkter Tragekomfort gegeben sein.

Mindeststandards hoergeraetDesign eines IdO-Hörsystems | © Copyright by widex-hoergeraete.de | Pressebild

Bei der Festlegung der neuen Mindeststandards haben die Krankenkassen allerdings darauf verzichtet, Hörgeräte mit mehreren Mikrofonen verbindlich vorzuschreiben. Das bedeutet, dass diese Modelle, welche deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten bieten, nur eingeschränkt bezuschusst werden. Sollte man aus medizinischen Gründen auf ein solches Hörgerät angewiesen sein, muss man den Restbetrag komplett aus der eigenen Tasche bezahlen.

Wie kommt man zu einem kostenlosen Hörgerät?

Der erste Schritt, noch bevor man sich überhaupt über die verschiedenen kostenlosen Hörgeräte informiert, ist immer der Gang zum Hals-Nasen-Ohren Arzt. Dieser stellt den Schweregrad der Schwerhörigkeit und den konkreten Bedarf fest. Sobald die Ergebnisse der Untersuchung vorliegen, kann der HNO-Arzt das erforderliche Rezept für ein zuzahlungsfreies Hörgerät ausstellen. Mit diesem Rezept kann man dann einen Hörgeräteakustiker aufsuchen, der durch die Verträge mit den Krankenkassen dazu verpflichtet ist, dem Betroffenen mindestens ein kostenloses Hörgerät vorzustellen.

Die Verbraucherzentrale NRW und der Deutsche Schwerhörigenbund haben bereits mehrfach kritisiert, dass sich leider nicht alle Hörgeräteakustiker auch tatsächlich an diese Verpflichtung halten. Ebenso bemängeln die beiden Institutionen, dass einige Hörgeräteakustiker die Kassenmodelle schlechtreden, um die Patienten so zum Kauf einer teureren Hörhilfe zu bewegen. Man sollte sich also in jedem Fall mindestens ein oder besser mehrere zuzahlungsfreie Hörgeräte zeigen lassen. Darüber hinaus kann es nicht schaden, mehrere Hörgeräteakustiker aufzusuchen, um so die verschiedenen Angebote und Modelle besser miteinander vergleichen zu können.

Kein Kauf ohne ausführliche Beratung

Neben den Hörgeräten zum Nulltarif sollte man sich natürlich auch Hörhilfen zeigen lassen, die nicht komplett von den Krankenkassen bezuschusst werden. Diese Hörgeräte bieten zum Teil neuere Technologien und bessere Funktionen als die kostenlosen Kassenmodelle. Allerdings sind viele dieser Zusatzfunktionen nicht zwangsläufig notwendig. Um den eigenen Bedarf besser einschätzen zu können, sollte man mit dem Hörgeräteakustiker ausführlich über die ärztliche Diagnose sprechen und sich beraten lassen.

Desweiteren hat der Betroffene die Möglichkeit zwei bis drei Hörgeräte über einen Zeitraum von jeweils zwei Wochen testen zu können. Hier empfiehlt es sich mindestens ein zuzahlungsfreies und ein anderes Hörgerät auszuwählen. Wenn sich während der Testphase Probleme oder Fragen ergeben, sollten diese vom Hörgeräteakustiker in ausreichender Form beantwortet werden. Ist dies nicht der Fall, empfiehlt der Deutsche Schwerhörigenbund einen Wechsel des Akustikers.

Die Auswahl des passenden Hörgerätes

Der Preis spielt bei der Anschaffung eines neuen Hörgerätes immer eine zentrale Rolle. Allerdings sollte er einigen anderen Dingen ganz klar untergeordnet sein. Zum einen muss das Hörgerät in jedem Fall für eine deutliche Verbesserung der Schwerhörigkeit sorgen. Zum anderen muss die Hörhilfe optimal im -oder am Ohr liegen. Man sollte sich keinesfalls zeitlich unter Druck setzen oder setzen lassen und in Ruhe verschiedene Modelle ausprobieren. Darüber hinaus kann es einige Zeit dauern, bis man sich an die verschiedenen Geräusche und die neue Akustik gewöhnt hat.

Auswahl Hörgerät© Copyright by sonova.com | Pressebild

Für Patienten, die mit dem Hörgerät keine gravierenden Hörschäden ausgleichen müssen, ist eine zuzahlungsfreie Hörhilfe oftmals ausreichend. Man muss sich hier keine Sorgen darüber machen, dass man unter Umständen ein „billiges“ Hörgerät bekommt, das technisch nicht auf dem neusten Stand ist. Kostenlose Kassenmodelle gibt es von allen namhaften Hörgeräte-Herstellern. Sie unterscheiden sich nur durch bestimmte technische Verbesserungen von den nicht bezuschussten Hörgeräten. Dies gilt sowohl für In-Ohr-Modelle (IdO) als auch für die Hinter-dem-Ohr-Geräte (HdO).

Worauf muss man bei einem zuzahlungsfreien Hörgerät verzichten?

Im Normalfall handelt es sich bei Hörgeräten zum Nulltarif um Standard-Modelle mit den notwendigsten Funktionen, um das Hörvermögen signifikant zu verbessern. Auf Designmodifikationen wie zum Beispiel eine andere Farbe, oder eine Bluetooth-Funktion, mit der man das Hörgerät kabellos mit dem Fernseher oder dem Smartphone verbinden kann, muss man jedoch verzichten.

Laut dem Deutschen Schwerhörigenbund entscheiden sich häufig jüngere Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung für eine Hörhilfe mit freiwilliger Zuzahlung. Da die Krankenkassen nur alle sechs Jahre ein Zuschuss für ein neues Hörgerät bewilligen, sollte man sich in jedem Fall sicher sein, dass man bestimmte Funktionen wie z.B. ein Umgebungsgeräuschfilter auch definitiv nicht benötigt. Eine nachträgliche Aufrüstung der Kassenmodelle ist nicht möglich.

Mehr HdO- als IdO-Hörgeräte werden bezuschusst

Hinter-dem-Ohr Hörgeräte werden laut Deutschen Schwerhörigenbund am häufigsten verkauft. Sie bieten einen sehr guten Tragekompfort, sind jedoch trotz der geringen Größe von anderen Menschen zu sehen. Die deutlich kleineren In-Ohr-Hörgeräte sind hingegen nahezu unsichtbar und können in den meisten Fällen auch farblich anpasst werden. Da die IdO-Hörgeräte oftmals teurer sind, werden sie eher selten von der Krankenversicherung komplett bezuschusst. Mittlerweile gibt es jedoch einige Hörgeräte-Hersteller, die auch günstige IdO-Hörhilfen anbieten. Diese gelten dann ebenfalls als Kassenmodelle und die Kosten werden von der Krankenversicherung übernommen.

Volle Kostenübernahme auch für Hörgeräte die über dem Festpreis liegen?

In besonderen Fällen trägt die Krankenkasse auch die Kosten für ein Hörgerät, dessen Preis außerhalb der festgelegten Zuzahlungshöhe liegt. Damit dieser Fall eintritt, müssen nachweislich medizinische Gründe vorliegen. Zum einen muss der Betroffene nachweisen können, dass er an einem individuellen Hörverlust und einer sehr starken Schwerhörigkeit leidet, die nicht durch ein Kassenmodell ausgeglichen werden kann. Zum anderen ist es notwendig bereits vor dem Kauf eine Kostenerstattung bei der Krankenversicherung zu beantragen.

Sollte man bei dem Antrag Fehler gemacht oder das Hörgerät bereits gekauft haben, hat die Krankenkasse das Recht dazu, das Anliegen des Betroffenen abzulehnen. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert sich von seinem HNO-Arzt oder Hörgeräteakustiker ausführlich zu diesem Thema beraten zu lassen. Der gesetzlich Versicherte hat also vollen Anspruch auf ein Hörgerät, dass den vorliegenden Hörverlust bestmöglich ausgleicht – auch wenn die Kosten den Kassen-Festbetrag übersteigen. Wichtig ist zudem, dass man den Kauf erst dann abschließt, wenn eine schriftliche Bestätigung der Krankenversicherung vorliegt.

Welches Zubehör wird von der Krankenkasse bezuschusst?

Neben dem eigentlichen Hörgerät werden im Normalfall nur wenige Extras und Zubehör-Artikel wie z.B. Ohrpassstücke von den Krankenversicherungen übernommen. Ein externer Lautstärkenregler wird beispielsweise nur dann bezahlt, wenn dieser auch zwingend notwendig ist. Gleiches gilt für mehr als drei Hörprogramme und ein sogenanntes Richtmikrofon. Wenn der Betroffene jedoch ein extra kleines Gehäuse oder eine spezielle Gehäusefarbe wünscht, muss er die anfallenden Mehrkosten selbst tragen, da die Krankenkassen nur die essentiell notwendigen Zusatzfunktionen bezahlen.

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