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Stiftung Warentest testet Hörgeräteakustiker in Deutschland

Hörgeräteakustiker haben immer wieder mit einem schlechten Ruf zu kämpfen, da Beratung und Service vielen Kunden mangelhaft und unzureichend erscheint. Die Stiftung Warentest hat zu diesem Thema eine stichprobenartige Untersuchung durchgeführt – mit einem überraschenden Ergebnis.

Die Hauptaufgabe des Hörgeräteakustikers ist die ausführliche und kompetente Beratung von schwerhörigen Menschen, die ein Hörgerät benötigen. Darüber hinaus muss der Akustiker, auf Basis von ärztlichen Diagnosen, die Art und Schwere der Einschränkung feststellen und eine geeignete Hörhilfe finden. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Anpassung des Hörgerätes an die individuellen Bedürfnisse und Hörgewohnheiten des Kunden.

Stichprobe der Stiftung Warentest: fehlende Transparenz bei Hörgeräteakustikern

Der Deutsche Schwerhörigenbund kritisiert schon seit einiger Zeit die fehlende Transparenz bei Hörgeräteakustikern. Immer wieder werden Schwerhörige falsch oder unzureichend beraten. Neben Preisen variiert auch die Servicebereitschaft zum Teil sehr stark. Doch warum ist das so? Um diese Frage zu beantworten hat die Stiftung Warentest vor einiger Zeit eine Befragung unter Hörgeräteakustikern durchgeführt – mit einem ernüchternden Ergebnis.

Hoergerät Anpassung© by Sonova Group

Das Ziel der Stichprobe war es herauszufinden, ob sich Schwerhörige auf das Preis-/Leistungsverhältnis der Hörgeräteakustiker verlassen können. Dazu entwickelten die Tester einen Modellfall, aus dem der Aufwand und der voraussichtliche Preis für die Versorgung beider Ohren mit Hinter-dem-Ohr Hörgeräten hervorgehen sollte. Laut der Stiftung Warentest haben allerdings mehr als die Hälfte der angeschriebenen Hörgeräteakustiker erst gar nicht auf die Anfrage reagiert. Rund ein Drittel der Akustiker lehnte die schriftliche Befragung grundsätzlich ab. Dabei führten die meisten Hörgeräteakustiker das Argument an, dass man die verschiedenen Serviceleistungen ohne Testpatienten nicht aussagekräftig bewerten kann.

Grundsätzlich ist diese Aussage zwar richtig, doch laut Stiftung Warentest gibt es nur sehr selten derart gravierende Fälle, das eine subjektive Kalkulation des Aufwands und der Kosten nicht möglich ist. Insgesamt beteiligten sich daher nur etwa 15 Prozent der angeschriebenen Hörgeräteakustiker an der Befragung, unter anderem Amplifon, Fielmann, Geers und Kind. Die Ergebnisse der Untersuchung sind aus unserer Sicht aufgrund der geringen Stichprobengröße nicht repräsentativ.

Test 1: Beratung und Service bei zuzahlungsfreien Hörgeräten

Die Krankenversicherungen teilen zuzahlungsfreie Hörgeräte in drei Festbetragsklassen ein:

  • Klasse 1: einkanalige Hörgeräte
  • Klasse 2: einkanalige Hörgeräte mit einer automatischen Verstärkungsregelung (AGC)
  • Klasse 3: mehrkanalige Hörgeräte mit automatischer Verstärkungsregelung (AGC)

Diese verschiedenen Klassen beziehen sich auf die Schwere der Schwerhörigkeit und werden dazu genutzt, den individuellen Bedarf des Patienten abzubilden. Im Modellfall der Stiftung Warentest wäre das optimale Hörgerät in der Klasse 3 zu finden, während sich die Geräte aus der Klasse 1 gar nicht und die Geräte aus der Klasse 2 nur unter Umständen eignen würden. Das Ergebnis der Test-Umfrage ist allerdings ernüchternd. Ein geringer Teil der befragten Hörgeräteakustiker schlug ein Hörgerät der Klasse 1 vor. Der Großteil der Akustiker entschied sich für ein Gerät der Klasse 2 und nur die wenigsten der Befragten empfahlen die deutlich geeignetere Klasse 3.

Darüber hinaus sollten die Hörgeräteakustiker eine zeitliche Einschätzung des Dienstleistungsaufwandes abgeben. Auch hier ist das Ergebnis mehr als überraschend. Für die Erstversorgung lag der geschätzte Aufwand zwischen 3 bis 25 Stunden. In Bezug auf die zuzahlungsfreie Folgeversorgung gaben die Befragten einen Zeitraum zwischen 3,5 und 20 Stunden an. Diese enorme Diskrepanz bestätigt weitestgehend die Kritik des Deutschen Schwerhörigenbundes. Desweiteren wollten die Tester den Dienstleistungsaufwand für die Anpassung eines Hörgerätes herausfinden. Für das Test-Modell Oticon Swift schätzen die Akustiker den zeitlichen Aufwand auf 7 bis 12 Stunden – bei dem Hörgerät Interton Integra variierten die Angaben zwischen 3 und 25 Stunden.

Test 2: Versorgung mit volldigitalen Hörgeräten mit Eigenbeteiligung

Mit dem zweiten Test wollte die Stiftung Warentest den geschätzten Dienstleistungsaufwand und die damit verbundenen Kosten für Premium-Hörgeräte herausfinden. Die meisten Hörgeräteakustiker schlugen korrekterweise ein Hörgerät der Klasse 3 vor – allerdings mit zum Teil erheblichen Unterschieden in Sachen Preis und Zeitaufwand. Während ein Akustiker das Hörgerät Interton Quantum innerhalb von 20 Stunden für insgesamt rund 1.000 Euro anbot, verlangte ein anderer bei einem geschätzten Aufwand von 12 Stunden mehr als 1.500 Euro. Diese erheblichen Unterschiede zeigten sich auch bei weiteren Test-Umfragen z.B. mit dem Hörgerät Siemens Signia.

Hörgerät zusammenbauen© by hearing.siemens.com

Darüber hinaus fiel den Testern auf, dass nur wenige Hörgeräteakustiker den vom Gesetzgeber vorgesehenen Abschlag von 20 Prozent beim Kauf eines zweiten Hörgerätes gewährten. Insgesamt lag der prognostizierte Aufwand bei der Erstversorgung zwischen 4 und 30 Stunden, und bei der Folgeversorgung zwischen 5 und 25 Stunden. Grundsätzlich ist der Dienstleistungsaufwand bei volldigitalen Hörgeräten tatsächlich höher, doch warum die angegebenen Zeiten derart auseinandergehen, konnten sich selbst die Mitarbeiter der Stiftung Warentest nicht erklären.

Die Reaktionen der Hörgeräteakustiker

Laut der Stiftung Warentest kam das ermittelte Ergebnis bei den wenigsten Hörgeräteakustiker gut an – verständlicherweise. Während einige anonyme Hörgeräteakustiker mitteilten, dass die Stichprobe nur „oberflächlich recherchiert“ und „falsch abgeschrieben“ sei, sprachen andere sogar von einem „schweren Tatbestand der Rufschädigung“. Die Reaktionen sind laut Stiftung Warentest jedoch nicht repräsentativ, da diese eben nicht nur von den Befragten stammten. Auf die Frage warum beispielsweise die angegebenen Zeiträume derart unterschiedlich sind, gab übrigens kein Hörgeräteakustiker eine konkrete Antwort.

Wie kann man einen guten Hörgeräteakustiker erkennen – Tipps der Stiftung Warentest

Grundsätzlich ist zu sagen, dass natürlich nicht alle Hörgeräteakustiker eine schlechte Beratung anbieten oder bewusst hohe Preise für Hörgeräte verlangen. Laut Stiftung Warentest gibt es jedoch einige Punkte, an denen man relativ gut erkennen kann, ob der jeweilige Akustiker sein Handwerk auch tatsächlich versteht. Zum einen sollte der Hörgeräteakustiker Ihnen verschiedene Hörgeräte (auch Kassenmodelle) zeigen und erklären.

Zum anderen sollte er Ihnen zwei bis drei Geräte mit nach Hause geben und für einen begrenzten Zeitraum von bis zu 14 Tagen zum Testen überlassen. Akustiker sollten aktiv auf verschiedene Serviceangebote hinweisen, beispielsweise auf kostenlose Batterien oder Ohrpassstücke. Sie sollten Ihnen den genauen Ablauf der Betreuung, Wartung und Nachsorge erklären und den voraussichtlichen Aufwand in einem Kostenvoranschlag detailliert aufführen. Darüber hinaus empfiehlt die Stiftung Warentest, dass man in jedem Fall mehrere Hörgeräteakustiker aufsuchen und die verschiedenen Preise in Ruhe miteinander vergleichen soll.

Weitere Tipps und Empfehlungen vor dem Kauf

Fordern Sie von Ihrem Hörgeräteakustiker einen ausführlichen schriftlichen Vertrag an. Stellen Sie sicher, dass Ihr Vertrag Ihnen die Rückgabe Ihrer Hörgeräte ermöglicht und Sie das meiste Geld zurückerhalten, wenn Sie nicht zufrieden sind. Es sollte auch die Dauer des Testzeitraums, die Dauer der Garantie und deren Umfang, Anpassungsleistungen, Schaden- und Schadensversicherungsschutz sowie genaue Angaben zum Kaufpreis enthalten.

Bitten Sie Ihren Hörgeräteakustiker, Ihre Hörleistung bei Sprach-Geräusch-Tests mit einem Premium-Hörgerät und einem Kassenhörgerät zu vergleichen. Der Hörgeräteakustiker sollte Ihnen auch helfen, zu bestimmen, welchen Anteil der Kosten Ihre Krankenversicherung bezahlt. Wenn Sie Hilfe bei den Kosten für Ihr neues Hörgerät benötigen, können Sie einen Zuschuss bei Ihrer Krankenkasse beantragen oder sich von Ihrem örtlichen Sozialamt beraten lassen.

Einige Online Akustiker veröffentlichen die Preise von Hörgeräten. Machen Sie einen Preisausgleich. Suchen Sie im Internet nach günstigeren Preisangeboten für Ihr präferiertes Modell, gehen Sie mit diesen Internetangeboten zu Ihrem Hörgeräteakustiker und „fordern“ Sie einen Rabatt. Bei Fielmann ist das zum Beispiel bei Brillen so möglich. Wenn Sie ein günstigeres Angebot im Internet finden und den Kostenvoranschlag Ihrem Fielmann-Berater zeigen, unterbietet Fielmann das günstigere Internet-Angebot nochmals um 10% (Best-Preis-Garantie). Obwohl nur wenige Hörgeräteträger versuchen, einen niedrigeren Preis zu verhandeln, sind fast alle erfolgreich, wenn sie dies probieren. Wo auch immer Sie kaufen, versuchen Sie den Preis zu verhandeln oder fragen Sie nach einem günstigeren Modell. Die Preise sind nicht feststehend, es gibt keine Preisbindung bei Hörgeräten. Wenn Sie Hörgeräte online ohne Rezept z.B. bei alibaba.com in China kaufen, können Sie ebenfalls sparen. Möglicherweise müssen Sie sie jedoch zur Anpassung zurücksenden oder einen örtlichen Hörspezialisten bezahlen, um Ihnen zu helfen.

Beachten Sie, dass einige Hörgeräteakustiker nur wenige Marken führen, was Ihre Möglichkeiten für einen Preisvergleich einschränken. Bitten Sie Ihren Hörgeräteakustiker, zu erklären, warum er eine Marke gegenüber einer anderen Marke empfiehlt und lassen Sie sich die Vor- und Nachteile erklären. Suchen Sie nach Organisationen, die Ihnen möglicherweise Hilfe anbieten. Eine Reihe staatlicher und unabhängiger Vereine wie der Lions Club können Ihnen dabei helfen, Förderungen zu identifizieren.

Auswahl eines Hörgeräteakustikers

Wenn Sie bemerken, dass sie Schwierigkeiten haben Richtig zu hören, gehen Sie zu ihrem Arzt oder einem Hals-Nasen-Ohrenarzt. Der HNO-Arzt führt einen Hörtest durch, verordnet Ihnen ein Hörgerät und überweist Sie anschließend an einen Hörgeräteakustiker. Der HNO-Arzt kann feststellen, ob ein medizinisches Problem vorliegt (z. B. eine bakterielle Infektion, Ohrenschmalz oder ein Tumor im Ohr), der Ihren Hörverlust verursacht, und Sie dann an einen Hörgeräteakustiker verweisen, wenn dies erforderlich ist.

Der Hörgeräteakustiker nutzt das Audiogram und die Ergebnisse des Hörtest vom HNO-Arzt, um die Anforderungen an Ihr Hörgerät zu ermitteln. Der Akustiker wird Ihnen dann mehrere Hörgeräte empfehlen, die Ihre Hörbedürfnisse berücksichtigen und Ihre Fähigkeit am besten unterstützen, Sprache in verschiedenen Umgebungen zu verstehen. Sie entscheiden mit Ihrem Hörgeräteakustiker zusammen, welche Hörgeräte für Sie am besten geeignet sind und testen diese anschließend 14 Tage lang in Ihrem Alltag. Viele Hörgeräteakustiker arbeiten in Privatpraxen, bei Akustiker-Ketten wie Kind, Fielmann, Geers oder Amplifon oder in Hörgerätegeschäften von Herstellern wie Oticon, Phonak, ReSound, Starkey und Widex.

Wie können Sie Hörgeräteakustiker vergleichen?

Der Hörgeräteakustiker sollte günstige Geschäftszeiten haben und einen Reparaturservice anbieten. Terminvereinbarungen sollten jederzeit per Telefon, Mail oder Online Formular möglich sein. Sie sollten sich im Beratungsgespräch Notizen machen und ein Familienmitglied oder einen Freund mitnehmen. Fragen Sie nach einem Beratungsprotokoll, das die Punkte enthält, die der Hörgeräteakustiker während des Termins mit Ihnen durchgegangen ist.

Der Akustiker sollte mit Ihnen die Auswirkungen Ihres Hörverlust erklären. Sie sollten darüber aufgeklärt werden, wie schwierige Hörsituationen am besten bewältigt werden können. Das Gespräch sollte sich auch auf Situationen beziehen, bei denen Probleme mit Hörgeräten auftreten können z.B. beim Telefonieren oder Musik hören.

Der Hörgeräteakustiker sollte sich nach Ihrer manuellen Fingerfertigkeit und Ihrer Sehfähigkeit erkundigen, da dies Ihre Fähigkeit beeinflusst, Ihr Hörgerät aus dem Ohr zu nehmen und manuell einzustellen. Der Akustiker sollte mit Ihnen auch über realistische Erwartungen sprechen und nach Ihrem Lebensstil fragen, was sich auf die empfohlenen Funktionen eines Hörgeräts auswirken kann.

Der Akustiker sollte Ihr Gehör (wenn nicht bereits durch den HNO-Arzt geschehen) in einer schallisolierten Kabine testen und Ihnen eine Kopie der Ergebnisse des Hörtests überlassen. Er sollte nach dem Probtragen erneut überprüfen, ob die Hörgeräte effektiv arbeiten und richtig eingestellt sind (auch in einer lauten Umgebung). Er sollte Ihnen auch die mit den Hörgeräten mitgelieferte Anleitungsbroschüre vorlesen. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Hörgeräte nicht hilfreich oder schwer zu benutzen sind, sprechen Sie dies in jedem Fall an.

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