• 1
  • Situation
    beschreiben
  • 2
  • Beratung
    erhalten
  • 3
  • Besser Hören
    Zeit & Geld sparen
Günstiges Hörgerät finden
Vergleichen Sie unverbindlich mehrere Angebote
Für wen suchen Sie ein Hörgerät?
Wurde bereits ein Hörtest durchgeführt?
Tragen Sie bereits ein Hörgerät?
Wann soll eine Verbesserung eintreten?
Wo soll das Hören verbessert werden?
Wie wichtig ist Ihnen ein unauffälliges Design?
nicht wichtigsehr wichtig
Sind Sie gesetzlich oder privat versichert?
Leiden Sie unter Tinnitus?
Ihre
Postleitzahl
Für die Suche nach Akustikern in Ihrer Region


Wer soll die Angebote erhalten?
Für Verbraucher empfohlen vom:

Dieser Service wurde geprüft und zertifiziert vom Bundesverband Initiative 50Plus.

Für Verbraucher empfohlen vom:

Dieser Service wurde geprüft und zertifiziert vom Bundesverband Initiative 50Plus.

Hörtest: Wie verläuft ein Hörtest beim Arzt?

Der Hörtest ist ein wichtiger Indikator, der berücksichtigt werden sollte, wenn man über die Anschaffung eines Hörgeräts nachdenkt. Hörtests können von Akustikern oder Fachärzten (HNO) durchgeführt werden. Der Hörtest wird dabei häufig auch als Audiometrie bezeichnet. Der Ablauf ist meist ähnlich, obwohl es unterschiedliche Verfahren und daher keinen standardisierten Ablauf gibt. In der Regel wird ein Tonschwellentest durchgeführt. Dabei wird ermittelt, ab wann die Testperson bestimmte Töne wahrnehmen kann.

Ein gründlicher und umfassender Hörtest ist schnell gemacht und schmerzlos. Es ist der erste Schritt zur Verbesserung Ihrer Hörfähigkeit. Im Folgenden Artikel erfahren Sie, was Sie erwartet, wenn Sie einen Hörtest machen und Ihren Hörverlust untersuchen lassen. Ein Hörverlust kann jeden betreffen und verläuft oft schleichend, sodass es schwierig ist, ihn zu bemerken bis eindeutige Symptome auftreten. Ein Hörverlust hat weitreichende Auswirkungen auf Ihre Gesundheit.

Wenn Sie regelmäßig einen jährlichen Hörtest bei Ihrem HNO-Arzt durchführen lassen, können Sie eine schleichende Schwerhörigkeit frühzeitig erkennen. Der Zweck eines Hörtests besteht darin, nicht nur festzustellen, ob Sie einen Hörverlust haben, sondern auch, wie schwer dieser ist. Ein Hörtest kann auch die Art des Hörverlusts bestimmen, den Sie haben: schallleitfähig, sensorineural oder gemischt und ob er am besten medizinisch oder durch Hörgeräte behandelt werden sollte.

Die häufigste Form des Hörtests bzw. der Audiometrie ist ein Tonschwellentest. Dabei werden Schwellenwerte ermittelt, bei deren Erreichen die Testperson verschiedene Töne wahrnehmen kann. So kann ermittelt werden ob eine Hörstörung vorliegt und wie groß diese tatsächlich ist. Da verschiedene Töne überprüft werden, kann zudem ermittelt werden, wo die Schädigung des Gehörs vorliegt. Dies ist ein wichtiger Indikator für den Akustiker, der an Hand des Ergebnisses der Audiometrie, das auch als Audiogramm bezeichnet wird, das passende Hörgerät auswählen und einstellen kann.

Wann sollten Sie ein Hörtest durchführen?

Ein Hörtest sollte immer dann durchgeführt werden, wenn der Verdacht auf Schwerhörigkeit besteht. An Hand des Tests kann ermittelt werden, ob eine Hörstörung vorliegt, wie stark diese ist und welche Teile des Gehörs davon betroffen sind. Wenn Verwandte oder Bekannte auf ein schlechtes Gehör aufmerksam machen, oder man selbst merkt, dass es schwierig wird Gesprächen zu folgen bzw. die Klingel zuverlässig wahrzunehmen, sollte in jedem Fall ein Hörtest durchgeführt werden. Der Hörtest selbst ist völlig ungefährlich. In der Regel verwendet man einen Tonschwellentest. Dabei werden verschiedene Töne in unterschiedlicher Lautstärke verwendet, um die Schwelle zu ermitteln, ab der die Töne wahrgenommen werden können.

geers hörtest© Copyright by geers.de

Im Normalfall nimmt der Patient in einer geschlossenen schallinsolierten Kabine Platz. Über einen Kopfhörer werden verschiedene Töne abgespielt, die den gesamten Frequenzbereich (von 62 bis 12.000 Hertz) abdecken. Dabei werden die einzelnen Töne nach und nach abgespielt und auf jedes Ohr einzeln geleitet. Jeder Ton beginnt dabei zunächst sehr leise und wird dann fortlaufend lauter. Sobald der Patient den Ton das erste Mal wahrnimmt, gibt er dies zu erkennen. Meist wird hierzu ein Knopf verwendet.

Grundsätzlich können mittels eines Hörtests alle Erkrankungen des Gehörs untersucht werden. Daher kommt die Audiometrie, wie die Gruppe der Hörtests auch bezeichnet wird, auch nach einem Hörsturz, bei Tinnitus oder Otosklerose zum Einsatz.

Patienten mit bestimmten Risikofaktoren (zum Beispiel hohe Lärmbelastung am Arbeitsplatz) sollten ebenfalls regelmäßig einen Hörtest machen. Oftmals wird der Hörtest auch eingesetzt, um genauere Diagnosen bei Gleichgewichtsstörungen stellen zu können. Hörtests können übrigens auch bei Kindern durchgeführt werden. Bei Kindern zwischen zwei und vier Jahren wird dabei meist eine spielerische Form der Audiometrie verwendet. Bei kleineren Kindern muss allerdings auf andere Verfahren zurück gegriffen werden.

Wie läuft ein Hörtest beim HNO-Arzt ab?

Der Hörtest kann bei einem Facharzt (HNO) oder bei einem Akustiker durchgeführt werden. Während des Hörtests befindet sich der Patient in einer geschlossenen schallisolierten Kabine. So ist sichergestellt, dass keine Umgebungsgeräusche und keine anderweitigen Ablenkungen auftreten, die das Ergebnis der Audiometrie verfälschen könnten. Meist wird ein Kopfhörer verwendet, über den verschiedene Töne, Geräusche oder auch Wörter verbreitet werden. Der Patient muss dabei angeben, ob er Töne wahrnimmt, ab wann er Töne wahrnimmt, wie laut die Wahrnehmung ist oder auch was er bei Wörtern versteht.

Der Test selbst ist völlig ungefährlich und risikolos. Die Testergebnisse werden in einem Diagramm dargestellt, das als Audiogramm bezeichnet wird und die leisesten Töne anzeigt, die Sie bei verschiedenen Tonhöhen oder Frequenzen hören können. Die vertikale Achse eines Audiogramms steht für die Intensität oder Lautstärke der Töne. Die horizontale Achse zeigt die Frequenz oder Tonhöhe an.

Ein Hörtest kann auch eingesetzt werden, wenn eine Schädigung des Mittelohrs vorliegt. In einem solchen Fall wird statt eines normalen Kopfhörers ein spezieller Hörer verwendet, der Vibrationen über die Schädelknochen an die Hörsinneszellen im Innenohr weiterleitet. So kann der Hörtest auch bei Personen verwendet werden, die auf normalem Testwege nicht untersucht werden können.

Üblicherweise werden während des Hörtests beide Methoden miteinander kombiniert. Dies ist sinnvoll und nötig, um Schädigungen des Mittelohrs auszuschließen bzw. zu bestätigen. Durch den parallelen Test können zudem konduktiver und sensorineuraler Hörverlust voneinander unterschieden werden, was für die richtige Behandlung eines Hörverlust wichtig ist. Nicht jeder Hörverlust wird mit einem Hörgerät behandelt.

Audiogramm und Auswertung der Ergebnisse

Der Hörtest bzw. die Audiometrie wird über ein so genanntes Audiogramm ausgewertet. Das Audiogramm ist eine grafische Darstellung des Untersuchungsergebnisses. Es zeigt die einzelnen Testtöne auf einer Skala an und gibt dabei Auskunft über die Hörschwelle in Dezibel.

Die Ergebnisse des Hörtests werden in Dezibel des Hörschwellenpegels (dB HL) dargestellt. Für jeden Ton, den Sie während des Tests gehört haben, befindet sich im Audiogramm eine Markierung mit dem entsprechenden Dezibelwert. Jedes Ohr wird separat aufgezeichnet und durch zwei verschiedene Linien dargestellt. Die Linien können sehr ähnlich sein und dem gleichen Muster folgen oder sehr unterschiedlich sein. Der Hörverlust wird in Dezibel (dB) und in den folgenden Kategorien gemessen:

  • Normales Hören (0 bis 25 dB HL)
  • Leichter Hörverlust (26 bis 40 dB HL)
  • Moderater Hörverlust (41 bis 70 dB HL)
  • Schwerer Hörverlust (71 bis 90 dB HL)
  • Starker Hörverlust (über 91 dB HL)

Obwohl oft von einem prozentualen Hörverlust gesprochen wird, ist dies kein angemessenes oder aussagekräftiges Maß für einen Hörverlust. Es ist normal, bei einigen Frequenzen einen höheren Hörverlust zu haben als bei anderen, so dass der prozentuale Anteil des Hörverlusts bei jeder Frequenz unterschiedlich ist. Prozentzahlen haben praktisch keinen Sinn, wenn sie den gesamten Hörverlust versuchen zu beschreiben oder einen Behandlungsbedarf festlegen. In einer klinischen Untersuchung wird ein Hörverlust nicht in Prozent angegeben. Er kann jedoch für bestimmte Rechtssituationen (Kostenübernahme durch die Krankenkasse) in Prozent ausgedrückt werden. In diesen Fällen werden die Dezibel-Werte des Hörverlusts unter Verwendung einer anerkannten Formel umgerechnet, um einen „Prozentwert des Hörverlusts“ für rechtliche Zwecke zu erzeugen und anzugeben.

Im Anschluss an den Test kann der Arzt oder Akustiker an Hand des erzeugten Diagramms ablesen, wo Abweichungen zum normalen Hörvermögen identifiziert wurden. Da der Test eine Vielzahl von Messpunkten umfasst, ergibt die Auswertung des Hörtests ein sehr differenziertes Bild.

Anhand des Audiogramms können nicht nur verschiedene Arten von Hörstörungen diagnostiziert, sondern auch passende Hörgeräte ausgewählt werden. Der Hörtest ist somit ein wichtiger Bestandteil bei der Beratung und Auswahl eines Hörgeräts. Im Anschluss an den Hörtest sollte der Patient mittels verschiedener Test-Hörgeräte überprüfen, welche Modelle am geeignetsten sind.

Besuch beim Hörgeräteakustiker

Wenn Sie einen Hörgeräteakustiker besuchen, besteht der erste Schritt darin, Ihren Hörverlust durch eine Anamnese kennenzulernen und herauszufinden, welche Vorstellungen Sie haben. Es gibt viele potenzielle Ursachen für Ihren Hörverlust. Daher kann anhand der Anamnese festgestellt werden, ob in Ihrer Familie genetische Vorerkrankungen vorhanden sind. Krankheiten wie Allergien oder Ohrenentzündungen, sowie Ohrenschmalz (Cerumen) können ebenfalls einen Hörverlust verursachen.

Der Akustiker wird Sie nach Operationen am Ohr oder Kopf fragen. Jede Art von Schädigung des Schädelbereichs kann zu vorübergehenden oder dauerhaften Gehörschäden führen. Der Hörgeräteakustiker wird Sie auch fragen, ob Sie in letzter Zeit ein Knall-Trauma erlebt haben, dauerhaft lauten Geräuschen ausgesetzt sind oder ob Sie in einer lauten Umgebung arbeiten. Lärmbedingter Hörverlust ist sehr verbreitet und tritt sehr häufig auf. Schließlich möchte Ihr Hörgeräteakustiker unter Umständen die Symptome mit Ihnen besprechen, an denen Sie leiden, und wie sich diese auf Ihr tägliches Leben auswirken. Er möchte Ihren Lebensstil und Ihre Arbeit, Hobbys und sozialen Situationen verstehen, die für Sie wichtig sind. Nachdem die Anamnese abgeschlossen ist, kann der Hörtest beginnen.

Neugeborenen Hörscreening

In Deutschland ist ein Gehörscreening für Neugeborene vorgeschrieben, bei dem das Gehör von Neugeborenen vor dem Verlassen des Krankenhauses überprüft wird. Es gibt zwei Arten von Neugeborenen-Hörscreenings. Beide Tests sind schmerzlos und können durchgeführt werden, während das Baby schläft:

Otoakustisches Emissions-Screening (OAE): Bei diesem Test werden Reaktionen erfasst und aufgezeichnet, die das Innenohr auf Geräusche wie Zwitschern oder Klicken macht. Die Geräusche werden durch einen kleinen Stecker im Ohr des Kindes abgegeben. Das Screening wird an jedem Ohr durchgeführt und eine Reaktion bestätigt, dass das Innenohr des Kindes Töne empfängt.

Automatisierte Reaktion des auditorischen Hirnstamms (ABR): Bei diesem Test wird die Aktivität des Hörnervs als Reaktion auf Geräusche durch einen kleinen Stecker im Ohr des Kindes aufgezeichnet. Das Screening ist ein umfassender Test des Gehörsystems und erfordert, dass kleine Elektroden an der Kopfhaut des Babys befestigt werden. Das Screening wird für jedes Ohr separat durchgeführt. Eine erfasste Gehirnaktivität bestätigt, dass das Gehirn des Kindes Töne empfängt.

Manchmal ist der erste Versuch beim Gehörscreening nicht erfolgreich, da sich noch Flüssigkeit im Gehörgang befindet, die eine Folge der Geburt ist. Wenn Ihr Kind den ersten Test nicht bestanden hat, vereinbaren Sie innerhalb weniger Wochen eine Nachuntersuchung mit einem pädiatrischen Audiologen. Die Mehrheit der Kinder besteht den Hörtest beim zweiten Screening. Besteht Ihr Kind das zweite Neugeborenen-Screening nicht, sollten Sie einen diagnostischen Hörtest bei einem HNO-Arzt durchführen lassen.

Hörtest für Säuglinge und Kleinkinder

Pädiatrische Audiologen können Säuglinge ab einem Alter von sechs Monaten in einer schallisolierten Kabine mit einem Test, der als visuelle Verstärkungsaudiometrie (VRA) bezeichnet wird, verhaltensmäßig testen. Der VRA Test untersucht die reflexartige Kopfbewegung des Kindes (in Richtung der Schallquelle). In diesem Test halten Eltern ihre Kinder auf dem Schoß, während sie auf einem Stuhl in der Mitte der schallisolierten Kabine sitzen. Der HNO-Arzt spielt Töne ein oder spricht über Lautsprecher mit der Mutter, die sich links und rechts des Kindes befinden. Der Audiologe erhält somit gute Hinweise über die Hörfähigkeit des Kindes.

Ein pädiatrischer Audiologe kann auch spielaudiometrische Testverfahren bei Kleinkindern und Kindern im Vorschulalter anwenden. Das sind Hörtests, die mit einem Spiel für das Kind verbunden sind. Das Elternteil oder eine Assistentin sitzt mit dem Kind auf dem Boden in der Kabine und trainiert es darin, auf alle Geräusche zu reagieren, die es hört, während es eine bestimmte Aufgabe ausführt, beispielsweise einen Block in einen Eimer legen.

Wenn das Kind richtig auf ein Geräusch reagiert, jubeln die Eltern oder die Assistentin mit Begeisterung. Diese altersgerechte soziale Verstärkung wird das Kind in der Regel lange genug beschäftigen, damit der Audiologe zumindest für das besser hörende Ohr einen vollständigen Eindruck der Hörfähigkeit erhalten kann. Sobald ein Kind im Schulalter ist, kann es normalerweise still sitzen, ruhig bleiben und per Handzeichen auf Sprach- und Tonreize reagieren. Das Kind kann problemlos Kopfhörer für ohrspezifische Messungen tragen. Zudem können Tympanometrie- und akustische Reflextests durchgeführt werden.

Weitere interessante Beiträge
HörgerätakustikerHörgerät im Ohrimplantierte hörhilfeStiftung WarentestBunte HörhilfenHörverstärker
2 Leserkommentare
  1. Angelika Bendig schrieb
    am 24 Januar 2014 um 08:04

    Guten Morgen ich habe eine Frage bezüglich des Hörtests. Wenn ich beim Hörtest auf den Knopf drücke, wird das dann in diesem Diagramm angezeigt wann ich gedrückt habe oder wenn die Arzthelferin einen neuen Ton einstellt

  2. Paul schrieb
    am 28 November 2016 um 23:59

    Hallo guten Tag,
    ich habe kürzlich bei einem HNO einen Hörtest gemacht. Nach dem Test sagte mir der Arzt ich müsse noch zusätzlich einen Schnarchtest machen. Das wird mit einem Gerät durchgeführt, welches man die ganze Nacht tragen muss. Es hat eine Nasensonde und zudem eine Fingersonde. Für die Benützung des Gerätes musste ich 20 Euro bezahlen, da dies von der Krankenkasse nicht übernommen wird. Nun frage ich mich, was ein Schnarchtest mit einem Hörtest zu tun hat! Vielen Dank für eine klärende Antwort!
    mit freundlichen Grüßen
    Paul

  • Kommentare
    Infomaterial
    Copyright © 2019 - Alle Rechte vorbehalten | Impressum | DatenschutzPowered by welches-hoergeraet.de
    Hörstudie 2019

    Testen Sie gratis die neusten Hörgeräte führender Hersteller. Die Teilnehmeranzahl ist auf 1.000 Personen begrenzt.

    Close

    Keine Internetverbindung


    Sie sind nicht mit dem Internet verbunden. Bitte überprüfen Sie Ihre Netzwerkverbindung.


    Versuchen Sie Folgendes:


    • 1. Prüfen Sie Ihr Netzwerkkabel, ihren Router oder Ihr Smartphone

    • 2. Aktivieren Sie ihre Mobile Daten -oder WLAN-Verbindung erneut

    • 3. Prüfen Sie das Signal an Ihrem Standort

    • 4. Führen Sie eine Netzwerkdiagnose durch