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Otosklerose: Symptome, Diagnostik und Behandlung der Mittelohr-Krankheit

Bei der Krankheit Otosklerose handelt es sich um eine Verknöcherung der Gehörknöchelchen. Der medizinische Begriff Otosklerose stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „Ohrverhärtung“. Diese fortschreitende und relativ seltene Krankheit tritt bei rund einem Prozent der deutschen Bevölkerung auf und betrifft sowohl das Innen- als auch das Mittelohr.

Die Otosklerose bleibt in einigen Fällen lange Zeit unerkannt und kann über einen längeren Zeitraum Schwerhörigkeit verursachen und durch die Knochenwucherungen sogar zur vollkommenen Taubheit führen. Wir stellen das Krankheitsbild der Otosklerose in dem folgenden Artikel vor und gehen zudem auf die Symptome und die verschiedenen Behandlungsmethoden ein.

Otosklerose – Ein schleichender Prozess

Die Otosklerose betrifft in den meisten Fällen das Innenohr, wo die Krankheit zu entzündungsähnlichen Knochenumbauprozessen (medizinisch auch Otospongiose genannt) führt. Wenn dieser Prozess der Verknöcherung nicht entdeckt und behandelt wird, entwickelt sich nach einiger Zeit eine Knochenverhärtung (medizinisch: Sklerosierung) im Mittel- und Innenohr. Durch diese Versteifung der Gehörknochen entsteht eine Schallleitungsschwerhörigkeit, die in seltenen Fällen zu einer vollkommenen Taubheit führt. Diese Form der Schwerhörigkeit entsteht durch die zum Teil stark eingeschränkte Beweglichkeit der Gehörknöchelchenkette.

Da sich der Krankheitsverlauf der Otosklerose über Jahre hinziehen kann, sprechen Ärzte hier auch von einem schleichenden Prozess. Der Patient merkt anfangs nicht, dass er von der Otosklerose betroffen ist, da das Hörvermögen nur sehr langsam nachlässt. Da die Verkalkung der Ohrgefäße sehr langsam voranschreitet, kann es zum Teil mehrere Jahre dauern, bis die vollkommene Verfestigung des Steigbügels im Innenohr einsetzt. Die konkreten Ursachen, die zu einer Otosklerose führen, sind bis heute noch weitestgehend unbekannt.

Wer gehört zur Risikogruppe?

Nach dem heutigen Stand der Medizin, sind besonders Menschen zwischen 20 und 50 Jahren von einer Otosklerose betroffen, vor allem jedoch Frauen. Die ersten Veränderungen an der Knochenstruktur entstehen weit vor dem Auftreten deutlicher Symptome. Daher ist es schwierig, die Otosklerose bereits im Frühstadium zu erkennen. Besonders Menschen mit Stoffwechselproblemen sind häufig von der Erkrankung betroffen und sollten möglichst früh mit Vorsorgeuntersuchungen beginnen.

Als weiterer Auslöser für Otosklerose gilt eine Masern-Infektion. Masern-Viren können sich an den Gehörknöchelchen festsetzen und dort eine fortschreitende Verknöcherung verursachen. Die Otosklerose ist zudem eine Erbkrankheit und kann an die nächste Generation weitergegeben werden. Sollte es ein Krankheitsfall in der Vergangenheit in der Familie gegeben haben, ist ebenfalls eine Vorsorgeuntersuchung zu empfehlen. Säuglinge, Kinder und auch Jugendliche sind im Normalfall nicht direkt von der Krankheit betroffen. Allerdings kann es sein, dass sich die Otosklerose bereits in der Pubertät entwickelt und erst mit 30 oder 40 Jahren ausbricht.

Der Aufbau des Ohres und die Wirkung von Otosklerose

In den meisten Fällen beginnt die Otosklerose im sogenannten knöchernen Labyrinth des Ohres. Im knöchernden Hohlraum liegt das Innenohr, welches wiederum aus dem Gleichgewichtsorgan und der Gehörschnecke (auch Cochlea genannt) besteht. In der Cochlea entsteht der eigentliche Hörvorgang des Menschen – und genau hier kann die Otosklerose am meisten Schaden anrichten. Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit kann die Otosklerose die Hörschnecke befallen, was zu einer Innenohrschwerhörigkeit führt.

Die Betroffenen leiden an einer Versteifung der Gehörknöchelchenkette. Diese Knochenkette befindet sich im Mittelohr und besteht aus den folgenden drei Knochen, die beweglich miteinander verbunden sind: den Hammer (med.: Malleus), den Amboss (med.: Incus) und den sogenannten Steigbügel (med.: Stapes). Bei einer Otosklerose wird der Steigbügel als erster Knochen befallen, da sich dieser am nächsten zum Innenohr befindet. Die Gehörknöchelchenkette sorgt dafür, dass der Schall vom Außenohr an das Innenohr weitergegeben wird. Versteifen sich die Gehörknöchelchen durch die Otosklerose entsteht eine Schallleitungsschwerhörigkeit.

Symptome und Begleiterscheinungen

Eines der ersten Anzeichen für eine Otosklerose sind Ohrensausen, Fiep- oder Knackgeräusche. Da die Krankheit an verschiedenen Stellen im Ohr auftreten kann, variieren die Symptome von Patient zu Patient. Die Otosklerose sorgt für eine langsame und schubweise Verschlechterung des Hörvermögens. Da sich die Hörverschlechterung besonders zu Beginn der Erkrankung auch wieder verbessern kan, besteht die Gefahr die Otosklerose zu unterschätzen. Ein weiteres Symptom: In rund 70 Prozent der Fälle weitet sich die Krankheit auf beide Ohren aus.

Ist die Otosklerose bereits fortgeschritten, kann es zu Schwindelgefühlen oder starken Ohrgeräuschen (dem sogenannten Tinnitus) kommen. Ein weiterer Indikator ist ein leichtes Taubheitsgefühl im Ohr, das in einigen Fällen von verschiedenen tiefen Geräuschen begleitet wird. Hier berichten Betroffene davon, dass sie die Umgebungsgeräusche nur dumpf und unklar verstehen können. Viele der genannten Symptome entstehen meist erst nach einigen Jahren, nachdem die Krankheit bereits begonnen hat sich auszubreiten. Die Schallleitungsschwerhörigkeit tritt daher erst nach längerer Zeit auf, kann dann jedoch relativ schnell, sollte man die Otosklerose unbehandelt lassen, zu einer vollkommenen Taubheit führen.

Die medizinische Diagnose der Krankheit

Damit die Otosklerose diagnostiziert werden kann, muss der behandelnde Arzt zuerst die Krankengeschichte (auch Anamnese genannt) des Patienten untersuchen. Desweiteren folgt eine optische Untersuchung des Gehörganges und des Trommelfells durch eine Ohrenspiegelung (Otoskopie). Sollte der Arzt hier die ersten Anzeichen für eine Otosklerose erkennen, folgt danach eine genauere Untersuchung durch eine Tonschwellenaudiometrie oder einer Impedanzaudiometrie. Bei der Tonschwellenaudiometrie wird geprüft, mit welcher Lautstärke der Patient einzelne Töne wahrnehmen kann.

Durch die Impedanzaudiometrie kann der Arzt den akustischen Scheinwiderstandes des Trommelfells messen. Diese Untersuchung zeigt die Beweglichkeit des Trommelfells. Sollte die Otosklerose bereits fortgeschritten sein, lässt sich durch die Untersuchung der Grad der Versteifung erkennen. Eine weitere Untersuchungsmethode, die oftmals zur Diagnosesicherung durchgeführt wird, ist die Computertomographie. Durch die CT-Untersuchung können die Knochenumbauprozesse erkannt und sichtbar gemacht werden. Die Diagnoseuntersuchungen sind alle weitestgehend schmerzfrei und können von einem Hals-Nasen-Ohren Arzt durchgeführt werden.

Mögliche Ursachen der Otosklerose

Wie eingangs bereits erwähnt, ist die Krankheit Otosklerose derzeit noch relativ unerforscht. Mediziner vermuten, dass die Störung unter anderem durch fehlerhafte Stoffwechselvorgänge hervorgerufen wird. Da die Otosklerose in einigen Familien häufiger auftreten kann, gehen die Ärzte zudem davon aus, dass die Krankheit durch eine genetische Veranlagung ausgelöst wird. Zum aktuellen Zeitpunkt sind fünf Gene bekannt, durch welche die Otosklerose weitervererbt werden kann: die sogenannten Otosklerose-Gene OTSC 1 bis OTSC 5. Darüber hinaus ist bekannt, dass die Otosklerose auch vermehrt bei schwangeren Frauen auftritt. Hier vermuten Mediziner, dass ein Zusammenhang mit hormonell bedingten Einflüssen besteht. Diese Vermutung deckt sich mit dem Umstand, dass deutlich häufiger Frauen mittleren Alters von der Otosklerose betroffen sind. Seit einiger Zeit gelten zudem auch Virus-Infektionen als mögliche Auslöser der Erkrankung. Dabei gilt das Masern-Virus als Hauptursache für die krankhaften Veränderungen des Ohres. Die Krankheit kann jedoch auch durch andere virale Infektionen beispielsweise durch Mumps oder Röteln ausgelöst werden. Hier sind meist fehlerhafte Autoimmunprozesse die Ursache dafür, dass sich eine Otosklerose entwickeln kann.

Der Krankheitsverlauf

In den meisten Fällen richtet sich der Verlauf der Erkrankung danach, wann die Otosklerose erkannt und wann mit der Behandlung begonnen wurde. Hier gilt: je eher die Therapie beginnt, desto wahrscheinlicher ist eine Heilung. Daher empfiehlt es sich schon bei den kleinsten Verschlechterungen des Hörvorganges einen HNO-Arzt aufzusuchen. Allerdings muss es sich bei Hörproblemen oder dem bekannten Rauschen im Ohr nicht zwangsläufig um einer Otosklerose-Erkrankung handeln. Die Erkrankung verläuft sehr langsam und bricht in der Regel erst nach Jahren aus. Erfolgt keine Behandlung kann eine Otosklerose im schlimmsten Fall zu einer vollkommenen Taubheit führen. Ärzte empfehlen in den meisten Fällen eine Operation, wodurch in fast 90 Prozent der Fälle eine deutliche Verbesserung der Krankheit eintritt. In Einzelfällen kann es nach der Operation zu Schwindelanfällen kommen.

Behandlung und Therapieansätze

Die aus der Otosklerose resultierende Schallleitungsschwerhörigkeit kann derzeit nicht medikamentös behandelt werden. Kortisonhaltige Infusionen können den Krankheitsverlauf meist nur vorübergehend verlangsamen, jedoch nicht endgültig stoppen. Sollte sich das Hörvermögen sehr schnell verschlechtern, kann die Otosklerose durch die Behandlung mit Natriumfluorid verlangsamt werden. Im Falle einer leichten Beeinträchtigung des Hörvermögens kann hingegen eine Hörhilfe (Hörgerät) Abhilfe schaffen.

Die aussichtsreichste Therapie der Otosklerose ist die Stapedektomie. Bei dieser Operation wird der befallene Steigbügel durch eine Prothese ersetzt, die entweder aus medizinischem Metall oder aus Kunststoff besteht. Die Prothese übernimmt dann die Funktion der Schallübertragung, wodurch sich die Schwerhörigkeit in den meisten Fällen deutlich verbessert. Nach der Stapedektomie, die während einer lokalen Anästhesie durchgeführt wird, muss der Patient mindestens zwei Wochen lang einen Spezialverband tragen, damit die Wunden im Ohr besser abheilen können. Dieser Verband wird auch Ohrtamponade genannt.

Gibt es Möglichkeiten der Otosklerose vorzubeugen?

Nach dem heutigen Wissensstand der Medizin gibt es keine Maßnahmen, durch die man einer Otosklerose gezielt vorbeugen kann. In den meisten Fällen bemerken die Betroffenen die Krankheit erst, wenn sich das Hörvermögen bereits verschlechtert hat. Sollte man also die ersten Hörprobleme bemerken, empfiehlt es sich möglichst zeitnah einen Hals-Nasen-Ohren Arzt aufzusuchen. Dieser kann den Patienten dann, nach einer ausführlichen Untersuchung, umfassend beraten und gegebenenfalls bereits die ersten Schritte zur Behandlung der Otosklerose einleiten.

Eine weitere Möglichkeit die Otosklerose im Vorfeld zu erkennen, ist herauszufinden, ob ein Familienmitglied in der Vergangenheit bereits unter der Krankheit gelitten hat. Sollte dies der Fall sein, empfiehlt es sich mit dem Arzt über die familiäre Krankheitsgeschichte zu sprechen. So kann der Mediziner besser einschätzen, ob es sich bei der vorliegenden Erkrankung um eine genetisch bedingte Veränderung handelt.

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