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Schlechtes Lernen bei Kindern durch Hörminderung und Schwerhörigkeit

Eine Hörminderung bei Kindern sollte frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden, um mögliche Folgen und negative Konsequenzen zu vermeiden. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine unbehandelte Hörminderung bei Kindern Nachteile im schulischen Bereich, soziale Isolation und sprachliche Defizite verursachen kann. Dies gilt auch dann, wenn es sich nur um eine minimale Hörschwäche handelt.

Wenn der Verdacht auf eine Hörminderung bei einem Kind besteht, sollten Eltern in jedem Fall handeln und einen HNO-Facharzt aufsuchen. Selbst kleine Hörschwächen können erhebliche Folgen und negative Konsequenzen verursachen. Hierzu gehören Schwierigkeiten in der Schule und soziale Probleme.

Hörminderung und Schwerhörigkeit

Langfristig können durch eine unbehandelte Hörminderung auch sprachliche Defizite entstehen, wie unter Anderem das US-amerikanische Better Hearing Institute betont. Das Hörvermögen ist der wichtigste Bestandteil zur Wissensaufnahme bei Kindern. Bis zu 90 Prozent ihres Wissens erlangen Kinder durch Gespräche.

Selbst eine kleine Hörminderung kann dies negativ beeinflussen. Neben Eltern sind auch Pädagogen und Ärzte gefordert, eine Hörschwäche korrekt einzuordnen. Mitunter wird zwar entdeckt, dass irgendwas nicht stimmt, die gestellten Diagnosen (zum Beispiel Aufmerksamkeitsdefizitssyndrom oder Hyperaktivität) stellen sich jedoch als falsch heraus. Mithilfe der so genannten Spielaudiometrie können HNO-Fachärzte das Hörvermögen von Kindern auf spielerische Weise exakt messen und so die korrekten Schlussfolgerungen ziehen.

Die Behandlung der Hörminderung mit einem Hörgerät kann helfen, negative Folgen zu vermeiden. Ein offensiver Umgang mit der Hörschwäche ist nötig, damit das Kind über ein starkes Selbstvertrauen lernt, mit der fehlenden Hörfähigkeit umzugehen. Je früher die Hörminderung behandelt wird, desto größer sind die Chancen, dass negative Folgeerscheinungen vollständig vermieden werden können. Auch Logopäden und Psychologen können helfen, die Behandlung der Hörminderung zu optimieren und schulische Probleme, wie schlechtes Lernen, gar nicht erst auftreten zu lassen.

Anzeichen für eine Schwerhörigkeit bei Kindern

Für viele Eltern ist es schwierig herauszufinden, ob das eigene Kind an einem eingeschränkten Hörvermögen leidet. Die amerikanische Organisation American Hearing Health Foundation hat sich dieser Thematik angenommen und vor einiger Zeit eine Liste herausgegeben, durch welche die Eltern die Anzeichen einer Schwerhörigkeit besser erkennen können. Demnach gelten die folgenden Bedingungen als relativ sichere Anzeichen für eine Hörminderung.

  • Zeitweise Einschränkung des Hörvermögens: Das Kind scheint nur manchmal schlecht hören zu können, während es in der übrigen Zeit alles zu verstehen scheint.
  • Zu hohe Lautstärke von TV und Radio: Obwohl die Lautstärke angemessen ist, bittet das Kind immer wieder darum diese zu erhöhen, sodass es für die Eltern bereits zu laut ist.
  • Probleme bei der Ortung von Geräuschen: Das Kind reagiert stark verzögert oder gar nicht auf Geräusche und kann die Geräuschquelle nicht orten.
  • Häufige Wiederholungen nötig: Ein weiteres Anzeichen für eine mögliche Schwerhörigkeit ist das häufige Nachfragen des Kindes und die Bitte das Gesagte zu wiederholen.
  • Ungewöhnliche Haltung: Wenn Kinder schlecht hören können, neigen sie den Oberkörper häufig nach vorne oder drehen den Kopf zur Seite.
  • Probleme in der Schule oder dem Kindergarten: Wenn die schulischen Leistungen schlechter werden, kann es auch daran liegen, dass das Kind den Lehrer nicht versteht und die Aufgaben dementsprechend falsch ausführt.
  • Häufige Entzündung der Ohren: Sollte das Kind unverhältnismäßig oft Probleme mit Ohrenentzündungen haben, kann dies ein Anzeichen für eine Schwerhörigkeit sein.
  • Anscheinende Aufmerksamkeitsprobleme: Wenn das Kind sagt, dass es die Eltern nicht gehört hat, muss das nicht immer bedeuten, dass es nicht aufmerksam war. Möglicherweise kann das Kind schlicht und einfach nicht gut hören und dieses Problem nicht besser ausdrücken.
  • Probleme mit der eigenen Lautstärkenregulierung: Wenn das Kind häufig laut spricht, obwohl es immer wieder darauf hingewiesen wird, kann es an einer Hörminderung liegen.
  • Starke Fokussierung auf den Gesprächspartner: Das Kind sieht seinen Gesprächspartner konzentriert an und hat sichtlich Mühe dem Gespräch zu folgen.

Von einer Schwerhörigkeit sind nicht nur ältere Menschen, sondern auch Babys und Kinder betroffen. Laut einem Bericht der Zeitschrift „Familie“ leiden von 1.000 Säuglingen rund ein bis zwei an einem angeborenen Hörverlust. Darüber hinaus sind allein in Deutschland rund 500.000 Kinder von einer Schwerhörigkeit betroffen, wie aus einem Bericht des Fachmagazins Gesundheit hervorgeht. Eine Hörschwäche bei Kindern ist besonders problematisch, da diese nicht nur die sozialen Kontakte einschränkt und zu Verhaltens- und Lernproblemen führt, sondern auch die Sprachentwicklung negativ beeinflusst.

Behandlung von Schwerhörigkeit bei Kindern

Sollte man den Verdacht haben, dass das Kind möglicherweise Hörprobleme hat, gilt es keine Zeit zu verlieren. Erster Anlaufpunkt ist der Hals-Nasen-Ohren Arzt oder Pädakustiker (ein auf Kinder spezialisierter Hörgeräteakustiker). Wenn sich der Verdacht nach der ersten Untersuchung bestätigt, kann der Arzt direkt mit der Behandlung beginnen. Je nach Alter des Kindes und Schwere der Hörminderung kann ein spezielles Hörgerät dafür sorgen, dass das Kind wieder normal hören kann. Im Falle einer hochgradigen Schwerhörigkeit, kann der Arzt empfehlen, ein Cochlea-Implantat in den Gehörgang einzusetzen, damit die Schallwellen korrekt verarbeitet werden. Darüber hinaus kann in einigen Fällen eine logopädische Therapie helfen. Der behandelnde Arzt kann die passenden Ansprechpartner für eine solche Therapiemaßnahme empfehlen und das Kind direkt an die richtigen Stellen überweisen.

Arten und Ursachen für eine Schwerhörigkeit bei Kindern

Die Medizin unterscheidet zwischen zwei Formen der Schwerhörigkeit. Zum einen die Schallleitungsschwerhörigkeit und zum anderen die Schallempfindungsschwerhörigkeit. Darüber hinaus erfolgt eine weitere Einteilung, je nachdem ob diese angeboren, erworben, vorübergehend oder chronisch ist. Den Grad der Hörminderung unterscheidet man in geringe, mittlere und hochgradige Schwerhörigkeit.

Schallempfindungsschwerhörigkeit: Bei dieser Form der Schwerhörigkeit sind die Sinneshärchen im Innenohr beschädigt, sodass der Schall nicht weitergeleitet werden kann. Meist ist diese sogenannte Innenohrschwerhörigkeit angeboren und besteht zudem häufig auf beiden Ohren. Bei älteren Kindern können neben Infektionskrankheiten wie Masern oder Mumps auch falsche Medikamente oder eine Hirnhautentzündung zu einer Schallempfindungsschwerhörigkeit führen.

Schallleitungsschwerhörigkeit: Hier gelangt der Schall häufig nur vermindert in das Innenohr und die Hörschnecke (lateinisch Cochlea), da der Gehörgang beziehungsweise das Mittelohr beeinträchtigt oder beschädigt ist. Diese Form der Schwerhörigkeit ist meistens nur vorübergehend und klingt nach einiger Zeit von selbst wieder ab. Neben einer Verstopfung durch einen Ohrenschmalzpfropf kann auch eine Mittelohrentzündung oder ein Paukenerguss (eine Ansammlung von Flüssigkeit im Mittelohr) zu dieser Form der Schwerhörigkeit bei Kindern führen.

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