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Paukenerguss: Behandlung, Ursachen, Symptome und Therapie

Wenn eine Hörminderung oder ein von Schwindel begleitetes Druckgefühl im Ohr auftritt, muss es sich dabei nicht zwangsläufig um eine beginnende Schwerhörigkeit oder einen Tinnitus handeln. Besonders bei Kindern tritt stattdessen meist ein Paukenerguss auf.

Laut einer Erhebung der Universitätsklinik Marburg leiden im Durchschnitt rund 80 Prozent aller Kinder bis acht Jahren an einem Paukenerguss, wobei 10 bis 25 Prozent mit einer chronischen Erkrankung zu kämpfen haben. Die Erkrankung des Mittelohrs geht häufig mit einer Erkältung einher und betrifft in den meisten Fällen Kinder unter acht Jahren. Bei einem Paukenerguss sammelt sich Flüssigkeit im Mittelohr, genauergesagt in der Paukenhöhle. Der Paukenerguss wird überwiegend als nicht schmerzhaft empfunden – die Erkrankung führt jedoch zu einer deutlichen Beeinträchtigung des Hörvermögens, wenn keine oder nur eine unzureichende Behandlung stattfindet.

Paukenerguss – was ist das eigentlich?

Bei einem Paukenerguss verstopft eine Flüssigkeitsansammlung in der Paukenhöhle das Mittelohr. Die Konsistenz dieser Flüssigkeit ist variabel und kann dünnflüssig (auch Tympanon genannt), zähflüssig (Mukotympanon) oder leimartig sein. Bei Letzterem spricht man auch von dem „Glue Ear“ oder „Leimohr“. Zudem variiert auch die Qualität. Während die Flüssigkeit bei einigen betroffenen Patienten relativ klar und schleimig ist, sind in anderen Fällen Blut- oder Eiterreste darin zu finden. Ob die Flüssigkeit Blut oder Eiter mitführt hängt mit der Entstehungsursache zusammen. Der Verlauf der Erkrankung ist meistens akut und nicht chronisch. Das bedeutet, dass sich die Flüssigkeit bei der korrekten Behandlung zurückbildet und der Patient nach kurzer Zeit keine Beschwerden mehr hat. In einigen Fällen kann der Paukenerguss jedoch auch chronisch werden.

Paukenerguss

Der Paukenerguss entsteht in vielen Fällen durch eine gestörte oder beeinträchtigte Belüftung des Ohres. Diese wird beispielsweise durch Druckschwankungen (Barotrauma), vergrößerte Rachenmandeln (Polypen) oder durch ein verstärktes Gewebewachstum in der Nase oder dem Rachen hervorgerufen. Der Paukenerguss zählt zu den häufigsten Kinderkrankheiten, besonders bei Kindern bis zu einem Alter von acht Jahren. Erkennbar ist die Erkrankung durch ein vermindertes Hörvermögen der betroffenen Person. Damit die Erkrankung nicht chronisch wird, empfiehlt sich eine möglichst zeitnahe Behandlung. Sollte das Kind also über Hörprobleme klagen, ist ein Besuch bei einem Hals-Nasen-Ohren Arzt anzuraten.

Ursachen und Entstehung des Paukenergusses

Die Ursachen für einen Paukenerguss können sehr unterschiedlich sein. Bei Kindern kommt es häufiger vor, dass die Sauerstoffzufuhr des Ohres gestört ist. Dafür verantwortlich ist die Ohrtrompete, die sich im Mittelohr befindet und die Luftzufuhr regelt. Wenn die Ohrtrompete nicht mehr richtig funktioniert und die Sauerstoffzufuhr daher eingeschränkt ist, kann ein Paukenerguss entstehen. Sollte der Betroffene zeitgleich auch unter Polypen oder einer schweren Erkältung leiden, wird die Belüftung des Ohrs durch eine gesteigerte Schleimproduktion des Körpers noch weiter eingeschränkt. Durch diese Bedingungen wird die Entstehung der Erkrankung weiter begünstigt. Starke Druckschwankungen, zum Beispiel beim Start und der Landung eines Flugzeuges, gelten als weitere mögliche Ursache für einen Paukenerguss.

Eine akute oder chronische Entzündung der Nasen- oder Rachenschleimhaut (Rhinitis) kann ebenso zu der Erkrankung führen wie eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis). Da hierzu auch die Kieferhöhlen zählen, können dementsprechend auch Zahnprobleme oder Entzündungen im Mundraum Ursache dieser Erkrankung sein. Ein Paukenerguss wird häufiger bei körperlich beeinträchtigten Menschen festgestellt. So können Patienten mit einer Lippen-, Gaumen- oder Kieferspalte oder dem Down-Syndrom eher an einem Paukenerguss erkranken als gesunde Menschen. Eine weitere, jedoch seltene Ursache ist eine Stoffwechselerkrankung, die zu Sekretionsstörungen der Mittelohrschleimhaut führt.

Symptome

Bei Kindern als auch bei Erwachsenen äußert sich der Paukenerguss häufig durch ein vermindertes Hörvermögen (Schallleitungsschwerhörigkeit) und ein unangenehmes Druckgefühl, das jedoch nicht durchgängig besteht. Zudem kann die Erkrankung bei Erwachsenen auch von Schwindelgefühlen und Kopf- oder Ohrenschmerzen begleitet werden. Diese Symptome kommen bei Kindern allerdings so gut wie nie vor. Die als Folge des Paukenergusses eintretende Schwerhörigkeit entsteht durch den Umstand, dass die Paukenhöhle den Schall nur dann an das Innenohr weiterleiten kann, wenn dieser Hohlraum frei ist. Wird die Paukenhöhle jedoch durch die schleimige Flüssigkeit verstopft, ist die Schallweiterleitung beeinträchtigt und eine Schwerhörigkeit entsteht.

Verlauf

Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen bildet sich ein Paukenerguss in den meisten Fällen von selbst zurück. Der Zeitraum reicht hier von einigen Tagen bis zu wenigen Wochen. Sollte der Paukenerguss nicht behandelt werden, und länger als drei Monate bestehen, droht eine chronische Erkrankung. Sobald ein Kind das kritische Alter von 10 Jahren überschritten hat, nimmt die Gefahr einer Erkrankung signifikant ab. Da die Sauerstoffversorgung des Ohres über die Ohrtrompete im fortgeschrittenen Alter besser funktioniert, sinkt dementsprechend auch das Risiko an einem Paukenerguss zu erkranken.

Diagnose Paukenerguss

Hat man den Verdacht, dass man selbst oder das eigene Kind an einem Paukenerguss erkrankt ist, sollte man zeitnah einen Hals-Nasen-Ohren Arzt aufzusuchen. Damit der HNO-Arzt eine Diagnose stellen kann, muss er das kranke Ohr untersuchen. Die am häufigsten eingesetzte Methode um einen Paukenerguss festzustellen, ist die Ohrenspiegelung (auch Otoskopie genannt). Dabei betrachtet der Arzt das Mittelohr und das Trommelfell und kann so feststellen, ob ein gestörter Druckausgleich oder eine mögliche Flüssigkeitsansammlung vorliegt.

Eine weitere Diagnosemethode ist ein Test der Trommelfellbeweglichkeit. Bei der auch Tympanometrie genannten Untersuchung reizt der HNO-Arzt das Trommelfell und kann so Rückschlüsse auf fehlerhafte Druckverhältnisse im Mittelohr ziehen. Sollte das Mittelohr mit Flüssigkeit gefüllt sein, ist das Trommelfell in seiner Schwingung eingeschränkt. Dieser Umstand ist das deutlichste Anzeichen für einen Paukenerguss. Sollte die Erkrankung auf eine Schallleitungsstörung zurückgehen, führt der Arzt verschiedene Hörtests durch. Ebenso kann eine Spiegelung des Rachenraumes oder der Nasenhöhle Aufschluss über einen vorliegenden Paukenerguss geben.

Behandlung und Therapie

Wenn der Hals-Nasen-Ohren Arzt einen akuten Paukenerguss diagnostiziert hat, sollte man nicht in Panik verfallen. Die meisten Ärzte empfehlen im ersten Schritt abzuwarten. Eine Behandlung mit schleimlösenden Medikamenten ist jederzeit möglich, doch nicht unumstritten und in manchen Fällen kontraproduktiv. Viele HNO-Ärzte warten erst einmal einige Tage oder auch zwei bis drei Wochen ab, ohne eine medikamentöse Behandlung zu beginnen. In diesem Zeitraum heilt die Erkrankung meist von selbst aus. Sollten die Beschwerden länger als ein Monat bestehen, muss spätestens dann mit einer Therapie begonnen werden. Die Behandlung des Paukenergusses ist je nach Ursache unterschiedlich.

Bei eingeschränkter Sauerstoffversorgung des Ohrs: Um die Belüftung wiederherzustellen erfolgt eine Behandlung mit abschwellenden Nasentropfen. Dieses Verfahren eignet sich jedoch nicht für eine Langzeittherapie.

Physiotherapie: Neben den Nasentropfen gibt es noch andere Möglichkeiten, um den Paukenerguss ohne einen operativen Eingriff zu behandeln. Neben Inhalations- und Dampfbädern eignen sich auch Wärmebehandlungen oder eine Spülung der Nase.

Bei einer starken Flüssigkeitsansammlung: Sollte sich viel Flüssigkeit im Mittelohr angesammelt haben, kann diese durch die Einnahme von verschiedenen sekretverflüssigenden Medikamenten behoben werden, beispielsweise mit Bromelain oder Papain.

Bei einer bakteriellen Infektion: Sollte der Paukenerguss durch Bakterien entstanden sein, wird eine Therapie mit Antibiotika und gegebenenfalls mit Schmerzmitteln durchgeführt.

Bei einem schweren chronischen Paukenerguss: Im Falle einer chronischen Erkrankung kann auch ein operativer Eingriff notwendig sein. Bei krankhaft vergrößerten Rachenmandeln werden diese im Rahmen einer Adenotomie entfernt. Bei einer permanenten Sekretansammlung wird ein kleiner Einschnitt im Trommelfell (Parazentese) vorgenommen, um die Flüssigkeit besser absaugen zu können. Bei Kindern, die unter einem chronischen Paukenerguss leiden, kann das Einsetzen eines Paukenröhrchens die Sauerstoffversorgung des Ohrs verbessern. Um das Röhrchen wieder zu entfernen ist kein weiterer operativer Eingriff notwendig, da dieses nach der Heilung von selbst wieder herausfällt.

Sekundärsymptome und Begleiterscheinungen

Bei einem Paukenerguss kann es in einigen wenigen Fällen zu schweren Sekundärsymptomen und Begleiterscheinungen kommen. Durch die Beeinträchtigung des Gehörs wird besonders bei kleinen Kindern die sprachliche Entwicklung gestört, wenn sich die Erkrankung chronifiziert. Dieser Umstand tritt allerdings nur sehr selten und meist erst nach mehreren Monaten auf. Eine Verklebung oder Destruktion des Gehörknöchelchens sowie ein Riss im Trommelfell sind ebenfalls sehr selten. Im Notfall muss hier ein Implantat eingesetzt werden. Bei einer schweren Entzündung besteht zudem die Gefahr, dass diese auch auf benachbarte Zellen übergreift und es so zu Meningitis, Mastoiditis oder Labyrinthitis kommt. Noch seltener ist die Bildung von Retentionstaschen im Trommelfell und ein daraus resultierendes Cholesteatoms. Dabei handelt es sich um ein Geschwulst, das operativ entfernt werden muss.

Ist eine Vorbeugung möglich?

Aufgrund der vielfältigen Ursachen ist es nicht möglich einem Paukenerguss effektiv vorzubeugen. Bei einer Erkältung empfehlen Hals-Nasen-Ohren Ärzte die Einnahme von schleimlösenden Medikamenten. So kann sich während der Erkältung erst gar kein Schleim im Ohr bilden, der später möglicherweise zu einem Paukenerguss führt. Sollten Kinder in der Vergangenheit schon häufiger von der Erkrankung betroffen gewesen sein, kann ein Paukenröhrchen Abhilfe schaffen und einer Chronifizierung vorbeugen. Andere Maßnahmen zur Vorbeugung eines Paukenergusses sind derzeit nicht bekannt.

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