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Ich höre schlecht – Jeder sechste in Deutschland ist schwerhörig

Immer mehr Menschen leiden unter einem Hörverlust. Nach neuesten Schätzungen wird davon ausgegangen, dass jeder sechste Europäer sagt: „Ich höre schlecht“. Gemeint sind damit erhebliche Hörminderungen, die einen negativen Einfluss auf das Alltagsleben haben. Viele Experten gehen davon aus, dass der Anteil und die Anzahl von schwerhörigen Menschen in der Bevölkerung in Zukunft noch weiter zunehmen werden.

Laut der Studie „Evaluation der sozialen und ökonomischen Kosten von Hörbehinderungen“ sind 71 Millionen Menschen zwischen 18 und 80 Jahren in Europa so schwerhörig, dass es ihr Alltagsleben negativ beeinflusst.

Ich höre schlecht

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Als Grenze der starken Hörminderung gilt ein Hörverlust von mehr als 25 dB. Diesen Wert hält auch die Weltgesundheitsorganisation WHO für ausschlaggebend. Damit sagt jeder sechste Europäer: „Ich höre schlecht“. Allein in der EU sind über 55 Millionen Menschen von der Problematik betroffen. In Nordamerika sind es weitere 35 Millionen Menschen.

Weitaus dramatischer wird die Situation in den Entwicklungsländern eingeschätzt. Experten gehen davon aus, dass der Anteil der Menschen mit einem Hörverlust in diesen Ländern doppelt so hoch ist wie in Europa. Für diese These sprechen mehrere Gründe. So lässt die allgemeine Gesundheitsversorgung in vielen Ländern zu wünschen übrig. Mittelohrentzündungen werden etwa nicht richtig behandelt und können dadurch zu einem Hörverlust führen. Ein weiterer Grund sind nicht vorhandene Schutzbestimmungen, zum Beispiel am Arbeitsplatz.

Experten erwarten zudem, dass der Anteil und die Anzahl von schwerhörigen Menschen in der Bevölkerung in Zukunft noch weiter zunehmen werden. Dies ist einerseits eine Folge der allgemeinen demografischen Entwicklung, andererseits jedoch auch eine Konsequenz der permanenten Dauerbeschallung von MP3-Player, Handy und Co. Denn Schwerhörigkeit ist längst nicht mehr ausschließlich ein Problem älterer Bevölkerungsgruppen. Daher ist davon auszugehen, dass in Zukunft noch mehr Menschen sagen werden: „Ich höre schlecht“.

Arten der Hörminderung

Die Medizin unterscheidet zwei Formen der Hörminderung. Zum einen die Schallleitungsschwerhörigkeit (auch Lautstärkeverlust genannt) und zum anderen den Verständlichkeitsverlust (auch als Schallempfindungsschaden bekannt). Im Folgenden erklären wir die beiden Begriffe und zeigen, wodurch sich diese Arten der Hörminderung noch unterscheiden. Sollten beide Formen der eingeschränkten Hörfähigkeit gleichzeitig auftreten, spricht die Medizin von einer kombinierten Schwerhörigkeit.

Schallleitungsschwerhörigkeit: Bei der Schallleitungsschwerhörigkeit werden sämtliche Geräusche von der betroffenen Person als zu leise oder als dumpf empfunden. Der Lautstärkeverlust kann durch eine Fehlfunktion oder Beschädigung des Außen- oder Mittelohres entstehen. In der Folge wird der Schall nicht mehr korrekt an das Gehirn übertragen. Auslöser für eine Schallleitungsschwerhörigkeit sind Verletzungen, vererbte oder angeborene Fehlbildungen, Infektionen (wie beispielsweise eine Mittelohrentzündung) sowie eine krankheitsbedingte Vernarbung des Trommelfells. Diese Art der Hörminderung kommt sehr selten vor und tritt bei ca. 15% aller schwerhörigen Personen auf.

  • Verletzungen
  • Infektionen wie Mittelohrentzündungen
  • Angeborene Fehlbildungen
  • Durchlöcherung / Vernarbung des Trommelfells

Schallempfindungsschaden: Der sogenannte Verständlichkeitsverlust ist die häufigste Form einer Hörminderung. Der Betroffene kann sämtliche Töne und Geräusche in einer normalen Lautstärke hören, durch die Einschränkung der Schallempfindung können die Geräusche jedoch nicht richtig verstanden werden und klingen abgehackt oder unvollständig. Der Verständlichkeitsverlust kommt insbesondere bei Gesprächen zum Tragen, die in einer lauten Umgebung stattfinden. Neben Medikamenten und einer zu starken Lärmeinwirkung können auch Vererbung, Krankheiten oder Infektionen (zum Beispiel eine Hirnhautentzündung) sowie der natürliche Alterungsprozess einen Schallempfindungsschaden verursachen. Der Schallempfindungsschaden kommt bei ca. 85% aller Hörminderungen vor.

  • Veranlagung / Vererbung
  • Frühgeburt oder Geburtstraumata
  • Krankheiten und Infektionen z.B. Meningitis (Hirnhautentzündung)
  • Medikamente
  • Starke Lärmeinwirkung über einen langen Zeitraum
  • Natürlicher Alterungsprozess
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