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Schwerhörig durch Lärm im Job oder Beruf: Informationen zum arbeitsbedingten Hörverlust

Wenn Sie in der Fertigung, im Baugewerbe oder in bestimmten Berufen des Dienstleistungssektors arbeiten, wissen Sie, dass Sie in einer lauten Umgebung arbeiten. Jedes Jahr sind mehr als 10 Millionen Menschen in Deutschland bei der Arbeit gefährlichen Lärmpegeln ausgesetzt. Tausende von Menschen entwickeln aufgrund dieses hohen Lärmpegels eine Schwerhörigkeit und fordern später Entschädigung vom Arbeitergeber.

Die Entschädigungsansprüche von Arbeitnehmern aufgrund einer Hörbehinderung belaufen sich auf mehrere Millionen Euro pro Jahr. Ein hoher Geräuschpegel bei der Arbeit kann schwerwiegende Auswirkungen haben, einschließlich emotionalem Stress und verminderter Produktivität. Ein übermäßiger Lärmpegel kann die Kommunikation und Konzentration beeinträchtigen und das Hören von Warnsignalen oder sogar von Warnrufen erschweren, was zu Unfällen oder Verletzungen am Arbeitsplatz führen kann.

Schwerhörig durch Lärm im Job© Andrey Popov / shutterstock.com

Wir alle wissen, dass es gesünder ist, in einer ruhigen Umgebung zu arbeiten, aber für Millionen von Menschen ist das Arbeiten in einer lauten Arbeitsumgebung Alltag. Die gute Nachricht ist, dass Sie Schritte unternehmen können, um sich vor gefährlichen Lärmpegeln zu schützen. Das Gesetz ist zudem auf Ihrer Seite, wenn es um den Schutz Ihres Gehörs geht.

Gefährliche Geräuschpegel am Arbeitsplatz?

Sie können auf verschiedene Arten feststellen, ob der Geräuschpegel an Ihrem Arbeitsplatz für Ihr Gehör gefährlich ist. Wenn Sie wesentlich lauter sprechen müssen, um von einem Kollegen in geringer Entfernung gehört zu werden, ist der Geräuschpegel potenziell zu laut.

Sie können den Geräuschpegel auch mit einer App zur Schallmessung auf Ihrem Smartphone testen. Alle Geräuschpegel über 85 dB sollten Anlass zur Sorge geben, insbesondere bei längerer Exposition über einen Arbeitstag von acht Stunden.

Andere Faktoren, die die Lärmbelastung von Arbeitnehmern beeinflussen, sind:

  • Dauer der Exposition
  • Impulsivität – Geräusche mit einem abrupten Start und Stopp (z.B. Hämmern)
  • Unterbrechungszeiten und Pausen

Wenn Sie von diesen Faktoren betroffen sind, ist es wichtig das Ausmaß, die Intensität und die Dauer genau und objektiv zu dokumentieren z.B. durch Tonaufnahmen, Fotos und einem Lärmmessgerät.

Gesetzliche Grenzwerte für die Lärmbelastung am Arbeitsplatz

Wenn Sie bei der Arbeit einen gefährlichen Lärmpegel vermuten, müssen Sie zunächst wissen, dass die Arbeitschutzgesetze in Deutschland Grenzwerte für die Lärmbelastung am Arbeitsplatz festlegen. Die Grenzwerte basieren auf einem zeitgewichteten Durchschnitt. Ist der Arbeitnehmer einer Exposition von mehr als 80 dB für einen Achtstundentag oder einem Impulslärm von 135 dB ausgesetzt, dann muss Sie Ihr Arbeitgeber darüber informieren und Sie unterweisen. Ihr Arbeitgeber muss Ihnen auch einen Gehörschutz zur Verfügung stellen.

Der Grenzwert von 80 dB ist dabei der Wert, der am Ohr gemessen wird, während Sie einen Schallschutz tragen. Der Schallschutz muss gewährleisten, dass 87 dB als höchstmöglicher Schallpegel während einer 8-Stunden Arbeitszeit nicht überschritten werden. Wenn der Arbeiter über einen längeren Zeitraum einem Schallpegel von 85 dB oder einem Impulslärm von 137 dB oder mehr ausgesetzt ist, dann muss Ihr Arbeitgeber den Bereich, in dem der Lärm auftritt, speziell kennzeichnen, Ihnen ein Gehörschutz zur Verfügung stellen und die Benutzung des Gehörschutzes überwachen.

Die Festlegung von gesetzlichen Grenzen reicht oft nicht aus. Viele Unternehmen setzten aus diesem Grund verschiedenen Maßnahmen ein, um Entschädigungsansprüche zu minimieren. Die Programme und Prozesse zur Erhaltung des Gehörs unterscheiden sich möglicherweise geringfügig von Branche zu Branche. Im Allgemeinen gibt es jedoch acht obligatorische Komponenten:

  1. Messung von Geräuschpegeln
  2. Implementieren von technischen und administrativen Kontrollen
  3. Jährliche Hörtests für Mitarbeiter
  4. Kostenloser Gehörschutz für Mitarbeiter
  5. Schulung zum richtigen Gebrauch des Gehörschutzes und Aufklärung über die Gefahren eines hohen Geräuschpegels
  6. Jährliche Bewertung des Gehörschutzprogramms
  7. Audits zum Gehörschutzprogramms
  8. Dokumentation und Aufzeichnung der Geräuschpegel, sowie Geräuschpegelüberwachung.

Es gibt Ausnahmen von der Regel. Anstatt Gehörschutzprogramme für Fabrikarbeiter einzuführen, hat ein Arbeitgeber auch die Möglichkeit, Änderungen an technischen Kontrollen (z.B. an Werkzeugen, Prozessen oder Geräten) oder administrativen Kontrollen (z.B. an Zeitplänen) vorzunehmen, um dafür zu sorgen, dass so wenig Personen wie möglich bestimmten Dezibel-Grenzen ausgesetzt sind.

Kennen Sie Ihre Rechte

Was können Sie tun, wenn Sie der Meinung sind, dass Sie einen Gehörschutz benötigen, dieser jedoch nicht bereitgestellt wurde? Das erste, was Sie tun müssen, ist danach zu fragen. Wenn Ihr Arbeitgeber den Gehörschutz verweigert, können Sie sich an verschiedene Behörden wenden, um eine Inspektion Ihres Arbeitsplatzes anzufordern, dazu zählt die Gewerbeaufsicht, Ämter für Arbeitsschutz und die technischen Aufsichtsdienste (TAD) der Unfallversicherungen. In der Inspektion werden die tatsächlichen Geräuschpegel und Arbeitsbedingungen erfasst, anhand derer dann bewertet wird, ob ein Gehörschutz erforderlich ist.

Sie haben Rechte als Arbeitnehmer, und Arbeitgeber sind gesetzlich dazu verpflichtet, Ihnen einen sicheren und gesunden Arbeitsplatz zu bieten. Sie können ihre gesetzlichen Rechte wahrnehmen, ohne Angst vor Arbeitsplatzverlust haben zu müssen. Sie als Mitarbeiter dürfen Gesundheits- oder Sicherheitsbedenken melden, ohne Auswirkungen wie Kurzarbeit, Gehaltskürzungen oder Mobbing befürchten zu müssen.

Trotz Ihrer Rechte als Arbeitnehmer ist es immer auch wichtig mit Bedacht vorzugehen. Machen Sie sich mit den Richtlinien Ihres Unternehmens zum Gehörschutz sowie mit Ihren Rechten vertraut. Wenn Sie vermuten, dass Sie eine arbeitsbedingte Schwerhörigkeit haben, überprüfen Sie die Entschädigungsbestimmungen. Sie können sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Inwieweit wird ein Hörverlust als kompensierbarer Arbeitsunfall anerkannt. Wie sind die Regelungen in Ihrem konkreten Fall.

Wenn Sie in einer Branche arbeiten, in der Sie gefährlichen Lärmpegeln ausgesetzt sind, achten Sie genau auf Veränderungen in Ihrem Gehör. Wenn Sie ein Gefühl der Fülle in Ihren Ohren verspüren, wenn Geräusche gedämpft sind oder Sie Ohrensausen (Tinnitus) haben, suchen Sie sofort einen HNO-Arzt oder Hörgeräteakustiker auf, um eine Höruntersuchung durchzuführen. Eine sofortige Behandlung kann verhindern, dass sich Hörprobleme später verschlimmern.

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