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Ehemaliger Musiker des Royal Opernhaus klagt auf Gehörschaden

Diejenigen, die Konzerte besuchen, erwarten, dass die Musik gut hörbar und laut genug ist, und klassische Musik ist keine Ausnahme. Ob es sich um Tschaikowskys Ouvertüre von 1812 oder Mahlers Symphonie Nr. 8 handelt, die Zuhörer erwarten von einer Aufführung ein gewisses Maß an Spannung. Stehen Dirigenten und Musikdirektoren angesichts dieser Erwartungen unter zu hohem Druck, eine „ohrenbetäubende“ Leistung zu erbringen? Welchen Dezibel Stärken müssen sich Musiker täglich aussetzen?

Eine kürzlich in Großbritannien eingereichte Klage bringt das Thema Hörschäden bei klassischen Musikern auf den Tisch. Chris Goldscheider, ein ehemaliger Bratschist des Royal Opera House in Covent Garden, verklagt die ROH und macht geltend, dass sie für seinen karrierebedingten Gehörschaden verantwortlich ist.

Britisches Royal Opernhaus© Russ London | Wikipedia.org | CC BY-SA 3.0

Goldscheider, ein berühmter Musiker, hatte eine erfolgreiche Musikkarriere, die ihn zu zahlreichen Orten auf der ganzen Welt führte, angefangen beim Royal Liverpool Philharmonic über Kylie Minogue bis hin zu den Three Tenors vor mehr als 100.000 Zuschauern in Barcelona, bevor er 2002 an die Royal Opera wechselte.

Eine schicksalhafte Probe hat sein Leben jedoch für immer verändert. Nach einer Aufführung von Wagners Walküre, bei der die unmittelbar hinter ihm liegenden Blechblasinstrumente im Orchestergraben gefährlich hohe Dezibelwerte erreichten, erlitt Goldscheider einen irreversiblen Gehörschaden in Form einer sofortigen und dauerhaften Schwellenverschiebung. Goldscheider konnte den Klang seines eigenen Instruments nicht mehr hören oder besser ertragen, das er seit seinem 4. Lebensjahr gespielt hatte.

Bei ihm wurde ein akustischer Schock diagnostiziert, zu dessen Symptomen Tinnitus und Überempfindlichkeit gegen laute Geräusche gehören. Seine einst glänzende Karriere ging zu Ende . Zu Hause wurden Geräusche wie das Klirren von Gläsern oder das Weinen seiner kleinen Tochter ebenfalls unerträglich für Ihn. Er konnte nicht mehr als Musiker arbeiten und musste sein Haus verkaufen. Obwohl Goldscheider einen Gehörschutz erhalten hatte, sei er nicht in der richtigen Anwendung geschult worden. Seine Anwälte fügten hinzu, dass er nicht nur nicht ausreichend geschult wurde, sondern dass der Gehörschutz nicht ausreichend war, da der Geräuschpegel nur um 28 dB gesenkt wurde. Bei der fraglichen Aufführung erreichte der Geräuschpegel jedoch 137 dB, was der Lautstärke eines Düsentriebwerks entspricht.

Wenn Menschen an Musiker und Hörverlust denken, kommt ihnen Rock oder Heavy Metal in den Sinn. Aber auch klassische Musiker sind stark gefährdet. Das Orchester des Royal Opera House besteht aus ungefähr 100 Musikern. Laut einer Studie der BBC berichten mehr als 25 Prozent von gelegentlichen oder leichten Hörstörungen. Alleine in der Saison 2013/14 gab es sieben Fälle von Abwesenheit wegen Hörschäden und 117 Wochen Krankenstand.

Und nicht nur die Musiker des Royal Opera House sind gefährdet. Eine Studie mit klassischen Musikern des finnischen Instituts für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ergab, dass 15 Prozent der an der Studie teilnehmenden Musiker an Tinnitus litten, verglichen mit nur 2 Prozent in der Allgemeinbevölkerung. Weitere 41 Prozent der Musiker litten bei Gruppenproben unter einer vorübergehenden Form von Tinnitus, und 18 Prozent erlebten einen vorübergehenden Tinnitus bei Soloproben. Darüber hinaus litten 43 Prozent der Musiker in der Studie an Hyperakusis, einer Hörstörung, die durch eine Unverträglichkeit gegenüber Schallpegeln gekennzeichnet ist, die andere als normal empfinden.

Es zahlreiche Gründe für Gehörschäden bei Orchestermusikern. Instrumente zum Beispiel sind aufgrund der Materialien, aus denen sie hergestellt werden, lauter als je zuvor. Verbesserungspotenzial gibt es zudem bei den Arbeitsbedingungen der Musiker. Die Auswirkung von Lärm könnte durch einfache Maßnahmen wie das Anheben lauter Instrumente mittels Plattformen, durch die Verwendung von akustischen Bildschirmen zur Schallabsorption und durch das Verringern der Lautstärke bei Proben verringert werden, um die Exposition schädlicher Lärmpegel zu verringern.

Das Royal Opera House hat bisher jegliche Verantwortung abgelehnt. Nach den Anwälten des Royal Opera House stellt die mögliche Schädigung des Gehörs eines Musiker ein akzeptables Berufsrisiko dar. Im Wesentlichen macht die Gegenseite geltend, dass die künstlerische Leistung und der soziale Wert der Aufführung es rechtfertigen, das Gehör der Musiker, die sie spielen, zu schädigen. Der Fall ist noch nicht abgeschlossen. Das Royal Opera House gab eine Erklärung ab, in der stand: „Der Schadensersatzanspruch von Goldscheider gegen das Royal Opera House ist eine komplexe medizinisch-rechtliche Angelegenheit, die noch untersucht wird. “

Während die Klage gegen das Royal Opera House einen neuen Präzedenzfall schaffen könnte, ist ein Gehörschaden bei Musikern sicherlich kein neues Phänomen. Einige Musiker sagen vielleicht, dass das zum Beruf gehört. Aber ist es bei Innovationen im Gehörschutz noch notwendig? Und rechtfertigt eine künstlerische Darbietung, die auf maximale Publikumszufriedenheit ausgerichtet ist, das Gehör von Musikern zu gefährden? Müssen nicht vielmehr Dirigenten und Musikdirektoren die Verantwortung für die Gesundheit ihrer Musiker übernehmen und diese in den Vordergrund stellen? Wir würden gerne wissen, was Sie denken. Bitte hinterlassen Sie unten einen Kommentar oder schreiben Sie uns eine Email.

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